Verwüstungen nach dem Tsunami in Pandeglang (Indonesien) | Bildquelle: ADI WEDA/EPA-EFE/REX

Viele Tote Tsunami trifft Indonesien ohne Vorwarnung

Stand: 23.12.2018 11:57 Uhr

Ein Vulkanausbruch und ein Erdrutsch unter Wasser haben in Indonesien einen verheerenden Tsunami ausgelöst. Inzwischen stieg die Zahl der Toten auf 222 - und wird vermutlich weiter steigen.

Von Lena Bodewein, ARD-Studio Südostasien

Besonders Wochenendausflügler besuchen die Küstenregionen, die der Tsunami am Samstagabend getroffen hat. Ausgelöst hat ihn nach Auskunft der indonesischen Katastrophenschutzbehörde der Ausbruch des Vulkans Anak Krakatau. Er liegt in der Sundastraße, der Meerenge zwischen Sumatra und Java - seine Eruption führte zu einem Untersee-Erdrutsch. Dadurch entstand der Tsunami.

Die Welle wurde wohl noch durch den Vollmond und eine ungewöhnlich starke Flut verstärkt. Nur 25 Minuten nach dem Vulkanausbruch traf sie auf die Küsten von Sumatra und Java und verwüstete auch die bei Touristen beliebten Strände in Pandeglang, Serang und Süd-Lampung. Wegen dieser schnellen Abfolge der Ereignisse konnten Warnungen die Bewohner nicht erreichen.

Mehr als 160 Tote bei Tsunami-Katastrophe in Indonesien
tagesschau 10:20 Uhr, 23.12.2018, Tamara Anthony, ARD Peking

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Zahl der Toten dürfte noch steigen

Darum rechnen die Behörden mit einem weiteren Anstieg der Opferzahlen. Eine Rockband wurde während ihres Konzerts von der Bühne gespült, auch viele Zuschauer wurden verletzt oder getötet. Hunderte Häuser, Hotelanlagen, Schiffe und Autos hat die Flutwelle beschädigt; wer fliehen konnte, rannte zu höher gelegenen Gebieten.

Die Bewohner sollen sich auch weiterhin von den Strandgebieten fernhalten, sagt die Katastrophenschutzbehörde, sie warnt vor nachfolgenden hohen Fluten bis zum 25. Dezember.

Ein Jahr der Katastrophen

Es ist die vorerst letzte einer ganzen Reihe von Naturkatastrophen, die Indonesien in diesem Jahr heimgesucht haben: die Erdbeben auf der Insel Lombok im Sommer, das Beben und der Tsunami auf Sulawesi mit Tausenden von Toten im September.

Die vielen Inseln Indonesiens liegen auf dem pazifischen Feuerring, einer Region mit besonders starker tektonischer Aktivität.

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Der Vulkan, die Flut und dann der Tsunami

Mann steht an der Küste bei Pandeglang (Indonesien) nach dem Tsunami

Die Küste bei Pandeglang - in ruhigen Zeiten ein beliebter Ausflugsort auch für Menschen aus der Millionenstadt Jakarta. Hier und entlang anderer Strände der Sundastraße traf der Tsunami an Land. | Bildquelle: REUTERS

Vulkan seit Monaten aktiv

Einer von ihnen ist der Anak Krakatau ("Kind des Krakatau"); er liegt zwischen Java und Sumatra. Seit Jahren ist er aktiv, in den vergangenen Monaten brach er immer wieder aus.

Die vulkanische Insel entstand nach dem verheerenden Ausbruch des Krakatau im Jahr 1883, bei dem 36.000 Menschen starben.

Tödlicher Tsunami trifft Indonesien
Lena Bodewein, ARD Singapur
23.12.2018 08:30 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 23. Dezember 2018 tagesschau24 um 09:00 Uhr und MDR Aktuell um 09:05 Uhr.

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