Anwohner und Helfer suchen in Anyer Beach nach Überlebenden des Tsunamis | Bildquelle: BANTEN POLICE HEADQUARTERS/HANDO

Indonesien Viele Tote und Verletzte nach Tsunami

Stand: 23.12.2018 08:01 Uhr

Bei einem Tsunami an Indonesiens Küste sind mehr als 160 Menschen ums Leben gekommen. Hunderte wurden verletzt. Die Flutwellen trafen vor allem die Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java.

Indonesien ist erneut von einem Tsunami heimgesucht worden. Nach Angaben der Behörden stieg die Zahl der Todesopfer auf 168. Etwa 750 Menschen wurden verletzt. Weitere 30 Personen werden noch vermisst. Die Behörden erwarten allerdings, dass die Opferzahlen noch steigen dürften - auch weil die Flutwellen mitten in der Urlaubssaison über beliebte Touristenstrände hereinbrachen. Über die Nationalität der Opfer ist bislang noch nichts bekannt.

Tsunami-Katastrophe in Indonesien (unkommentiert)
23.12.2018

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Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde trafen die Wellen vor allem die als Sundastraße bekannte Meerenge zwischen den Inseln Sumatra und Java. Der Tsunami prallte demnach im Süden Sumatras und im Westen Javas an Land, ohne dass die Menschen dort vorab gewarnt worden wären. Auf Videoaufnahmen, die die Behörde veröffentlichte, sind hereinstürzende Wellen zu sehen, Menschen, die in Panik fliehen, überflutete Straßen und umgestürzte Autos.

Als Ursache für den Tsunami vermutet die indonesische Agentur für Geophysik einen Erdrutsch im Meer infolge eines Ausbruchs des Vulkans Anak Krakatau ("Kind des Krakatau"). Seit Jahren ist er aktiv, in den vergangenen Monaten war er immer wieder ausgebrochen. Die Eruption habe sich um 21.03 (Ortszeit) ereignet. 24 Minuten später sei der Tsunami dann auf Land getroffen.

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Der Vulkan, die Flut und dann der Tsunami

Mann steht an der Küste bei Pandeglang (Indonesien) nach dem Tsunami

Die Küste bei Pandeglang - in ruhigen Zeiten ein beliebter Ausflugsort auch für Menschen aus der Millionenstadt Jakarta. Hier und entlang anderer Strände der Sundastraße traf der Tsunami an Land. | Bildquelle: REUTERS

Große Zerstörung auch in Urlaubsorten

Verschlimmert wurde die Situation dadurch, das gleichzeitig Flut herrschte, wie der Katastrophenschutz weiter mitteilte. Sowohl in der zu Sumatra gehörenden Provinz Lumpang auf der nördlichen Seite der Sundastraße als auch in Javas Provinz Banten, die südlich der Meeresenge liegt, seien Menschen zu Tode gekommen.

Einige der am heftigsten getroffenen Gegenden befinden sich in Banten, wo es viele Strandunterkünfte für Touristen gibt. Angesichts der Urlaubssaison dürfte dort Hochbetrieb geherrscht haben. Eine lokale Rockband wurde während des Konzerts von der Bühne gespült, auch viele Zuschauer. Die Flutwelle beschädigte Hunderte Wohnhäuser, mehrere Hotelsanlagen, Schiffe und Autos. Menschen flohen in Panik zu höher gelegenen Gegenden. Die Katastrophenschutzbehörde warnte sie davor, zu früh an die Küste zurückzukehren.

2000 Tote bei Tsunami im September

Die vulkanische Insel des Anak Krakatau entstand nach dem verheerenden Ausbruch des Krakatau 1883, bei dem 36.000 Menschen starben. Die vielen Inseln Indonesiens liegen auf dem pazifischen Feuerring, einer Region mit besonders starker tektonischer Aktivität. Der Inselstaat Indonesien wird immer wieder von Tsunami-Flutwellen heimgesucht. Diese entstehen in der Regel durch Erdbeben unter dem Meeresboden.

Bei einem schweren Beben und einem anschließenden Tsunami kamen erst Ende September auf der indonesischen Insel Sulawesi mehr als 2000 Menschen ums Leben, Tausende wurden verletzt. Mancherorts verflüssigte sich der sandige Boden und verschluckte ganze Straßenzüge und Dörfer. Mehr als 200.000 Menschen verloren ihr Zuhause. Es entstand Sachschaden in Milliardenhöhe.

Besonders verheerend war der Tsunami vom 26. Dezember 2004: Damals starben in den Anrainerstaaten um den Indischen Ozean etwa 220.000 Menschen, allein 168.000 davon in Indonesien. Ausgelöst worden war diese Katastrophe durch ein Seebeben der Stärke 9,1 vor der Küste von Sumatra. 

Zerstörte Moschee in Palu | Bildquelle: REUTERS
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Beim Tsunami Ende September wurde auch diese Moschee in Palu zerstört.

Eine Straße in Banda Aceh im Dezember 2004
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Eine Straße in Banda Aceh im Dezember 2004

Mit Informationen von Lena Bodewein, ARD-Hörfunkstudio Singapur.

Tödlicher Tsunami trifft Indonesien
Lena Bodewein, ARD Singapur
23.12.2018 08:30 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 23. Dezember 2018 die tagesschau um 05:06 Uhr und MDR Aktuell um 06:05 Uhr.

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