Zugunglück in der Nähe von Pernink in Tschechien | Bildquelle: AFP

Tschechien Tote und Verletzte bei Zugunglück

Stand: 07.07.2020 20:45 Uhr

Zwei Züge, die zwischen Sachsen und Tschechien unterwegs waren, sind auf eingleisiger Strecke frontal zusammengestoßen. Es gab zwei Todesopfer und viele Verletzte. Die Unglücksstelle im Erzgebirge ist nur schwer zugänglich.

Beim Frontalzusammenstoß zweier Personenzüge auf einer Strecke durch das Erzgebirge zwischen Tschechien und Deutschland hat es Tote und Verletzte gegeben. Zwei Menschen seien ums Leben gekommen, sagte der Sprecher des Rettungsdienstes in Karlsbad (Karlovy Vary), Radek Hes. Nach Polizeiangaben handelt es sich um einen Deutschen und einen Tschechen.

Mehr als 20 Menschen wurden verletzt, darunter sowohl tschechische als auch deutsche Staatsbürger. Die Unglücksstelle in einem Waldstück zwischen den Gemeinden Pernink und Nove Hamry im Westen Tschechiens war für die Rettungskräfte nur schwer zugänglich.

Der eine Zug war auf der eingleisigen Strecke unterwegs vom westböhmischen Bäderort Karlsbad ins sächsische Johanngeorgenstadt, der andere in umgekehrter Richtung. Die kurvenreiche und hügelige Trasse führt über den Erzgebirgskamm.

Zugunglück in der Nähe von Pernink in Tschechien | Bildquelle: AFP
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Rettungskräfte aus Tschechien und Deutschland kümmern sich um die Unfallopfer.

Unfallursache unklar

Warum die Züge zusammenstießen, war zunächst unklar. Sie sollten sich eigentlich erst im nächsten Bahnhof kreuzen. Betrieben wird dieser Teil der Trasse von der staatlichen tschechischen Eisenbahn (CD). Mehrere Rettungshubschrauber waren im Einsatz, darunter auch einer aus dem benachbarten Sachsen.

Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. Die Feuerwehr musste die Verletzten wegen des unzugänglichen Geländes über die Gleise zu Fuß in den nächsten Bahnhof tragen. Die Krankenhäuser der Region wurden in Alarmbereitschaft versetzt.

Auf Fotos war zu sehen, dass die beiden Fahrerbereiche komplett demoliert waren. Im umliegenden Wald wurde nach Verletzten gesucht, die möglicherweise unter Schock weggerannt waren. Der tschechische Verkehrsminister Karel Havlicek sowie der Direktor der Eisenbahnverwaltung, Jiri Svoboda, eilten am Abend an den Unglücksort.

Zugunglück in Tschechien
Peter Lange, ARD Prag
07.07.2020 20:02 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 07. Juli 2020 um 20:00 Uhr.

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