US-Präsident Trump winkt auf seinem Weg vom Oval Office in den Rosengarten des Weißen Hauses | Bildquelle: AP

Diskussion um Terminplan Trump will nicht als faul gelten

Stand: 11.02.2019 07:33 Uhr

Der veröffentlichte Terminplan von US-Präsident Trump sorgt für Diskussionen. Weil viele Vormittage zur freien Verfügung stehen, sah sich Trump zu einer Klarstellung genötigt: Er arbeite mehr als wohl alle seine Vorgänger.

Nachdem eine US-Nachrichtenseite den Terminplan von Präsident Donald Trump veröffentlicht hatte, verteidigt sich Trump nun gegen Kritik. "Ich arbeite wahrscheinlich mehr Stunden als fast alle früheren Präsidenten", schrieb Trump auf Twitter.

Die Nachrichtenseite Axios hatte kürzlich interne Terminpläne Trumps aus den vergangenen drei Monaten veröffentlicht, die ihr von einer Quelle im Weißen Haus zugespielt worden waren. Rund 60 Prozent der dort erfassten Zeit ist demnach unstrukturierte "Executive Time", also Zeit zur freien Verfügung. Trumps erster Termin sei an den meisten Tagen erst um 11 oder 11.30 Uhr. Die Terminpläne sorgten besonders bei Trump-kritischen Medien für Spott.

Zeit für Frisur und Teint?

Wenn diese Formulierung auftauche, arbeite er für gewöhnlich und ruhe sich nicht aus, schrieb Trump. Mit Blick auf die Frisur und den Teint des Präsidenten hatte zuvor etwa CNN spöttisch gefragt, ob Trump in den Stunden vor dem ersten Termin sein Haar frisiere oder Bräunungscreme auftrage. Trump kritisierte, die Medien hätten positiv und nicht negativ über die Terminpläne berichten sollen.

Axios hatte berichtet, der Frühaufsteher Trump sei oft schon vor 6 Uhr wach. Bis 11 Uhr sei Trump nicht im Büro, heißt es in dem Bericht. Der Präsident beschäftigte sich dann mit TV und Zeitungen. Dann reagiere er auf das, was er sehe und lese, und rufe etwa Berater, Freunde oder Kongressabgeordnete an. Häufig schickt Trump am Morgen auch Twitter-Botschaften in die Welt.

Trumps Stabschef sucht den Maulwurf

Trumps unkonventioneller Regierungsstil macht es schwierig zu definieren, wo die Grenze zwischen Freizeit und Arbeit verläuft. Dennoch erscheint sehr fragwürdig, ob Trump wirklich mehr arbeitet als die meisten seiner Vorgänger. Bekannt ist Trumps Hang zu Übertreibungen und zum Selbstlob.

Laut Axios war der Terminplan bei Trumps Vorgängern über Monate ausgebucht - etwa bei George W. Bush. Barack Obama habe an einem typischen Arbeitstag sechs Meetings gehabt.

Trumps amtierender Stabschef Mick Mulvaney kündigte an, man suche nach der Person, die die Terminpläne von Trump gesammelt und weitergegeben habe. "Ich hoffe, dass wir dafür in dieser Woche eine Lösung haben werden." Etwa 400 Personen hätten Zugriff auf die Termine.

Trump will nicht als faul gelten – „Kein Präsident arbeitete mehr als ich“
Martin Ganslmeier, ARD Washington
11.02.2019 14:46 Uhr

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Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 11. Februar 2019 um 16:26 Uhr.

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