Die Freiheitsstatue ist hinter einem Zaun zu sehen. | Bildquelle: AFP

Krankenversicherung nötig USA verschärfen Visa-Regeln

Stand: 05.10.2019 09:32 Uhr

Die US-Regierung verschärft die Regeln für die Visa-Vergabe: Einen Auftenthaltsstatus bekommt künftig nur noch, wer für seine medizinische Versorgung selbst aufkommen kann.

Die US-Regierung will Einwanderer, die ihre Gesundheitskosten nicht selbst tragen können, künftig nicht mehr ins Land lassen. Ein Visum darf nur noch dann erteilt werden, wenn der Antragsteller nachweisen kann, dass er das US-Gesundheitssystem "nicht erheblich belastet", heißt es in einer von US-Präsident Donald Trump unterzeichneten Anordnung. Einwanderer müssen demnach nachweisen, dass sie eine Krankenversicherung haben oder ihre Arztrechnungen selbst zahlen können.

Die Anordnung solle ab dem 3. November gelten. Einwanderer, die in die USA einreisten, sollten das Gesundheitssystem und in der Folge die amerikanischen Steuerzahler nicht weiter mit höheren Kosten belasten, hieß es zur Begründung. Zu viele Nicht-US-Bürger würden das großzügige öffentliche Gesundheitssystem missbrauchen.

Flüchtlinge und Asylbewerber ausgenommen

Die Regelung soll für künftige Antragsteller gelten, jene, die sich bereits mit einem gültigen Visum in den USA aufhielten, betreffe sie nicht. Auch weiterhin ausgenommen blieben Asylbewerber, Menschen mit Flüchtlingsstatus und Kinder.

Unter Trump versuchen die Vereinigten Staaten, die legale Einwanderung zu erschweren. Im August waren neue Pläne bekannt geworden, nach denen Einwanderungswillige mit einem niedrigen Einkommen ihre zeitlich befristeten oder auch permanenten Visa verlieren könnten.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 05. Oktober 2019 um 05:00 Uhr.

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