US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Aussage über Migranten Mexikaner als "Tiere" - Trump bleibt dabei

Stand: 18.05.2018 09:38 Uhr

Trotz massiver Kritik aus Mexiko hat US-Präsident Trump seine neuen Entgleisungen gegen Migranten verteidigt: Er halte an seiner Aussage fest, einige Migranten seien "Tiere".

Mexiko hat die jüngsten abfälligen Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über Migranten scharf kritisiert und in einer Beschwerde an das US-Außenministerium als "absolut inakzeptabel" gerügt.

"Einen Menschen mit einem Tier zu vergleichen, unabhängig von seinem Vorstrafenregister oder seinem Einwanderungsstatus, ist eine Aufforderung zur Verletzung von Menschenrechten, zu Hass, zu fremdenfeindlicher Rhetorik - das ist inakzeptabel", der mexikanische Außenminister Luis Videgaray in einem Fernsehinterview.

Mexikos Außenminister Luis Videgaray | Bildquelle: Mario Guzmán/EPA-EFE/REX/Shutter
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Mexikos Außenminister Luis Videgaray kritisierte Trumps Äußerungen als "inakzeptabel".

Trump hatte bei einem Treffen mit Republikanern im Weißen Haus am Mittwoch über einige Migranten gesagt: "Man kann gar nicht glauben, wie schlimm diese Menschen sind, das sind keine Menschen, das sind Tiere, und wir bringen sie wieder außer Landes."

Kritik von Demokraten

Auch die Führung der Demokraten kritisierte Trump. Chuck Schumer, twitterte, "als alle unsere Ur-Ur-Großeltern nach Amerika kamen, waren sie keine 'Tiere', und diese Menschen sind es auch nicht."

Der Gouverneur von Kalifornien, Jerry Brown, warf Trump "Lügen" bei den Themen Einwanderung und Kriminalität vor. Mit seinen Einlassungen hatte sich Trump speziell auf die kalifornische Einwanderungspolitik bezogen.

Trump bleibt dabei

Trotz der massiven Kritik will Trump seine Äußerungen nicht zurücknehmen. Er betonte, er habe damit Mitglieder der Drogenbande MS-13 gemeint. "MS-13, diese Tiere kommen in unser Land", sagte er bei einem Treffen mit NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg im Weißen Haus. Er werde gewalttätige Gangmitglieder auch weiterhin mit diesem Begriff titulieren.

Regierungssprecherin Sarah Huckabee Sanders verteidigte Trumps Einlassung. Das Wort "Tiere" gehe nicht weit genug. Schließlich gehe es um eine der grausamsten und tödlichsten Banden, die nach dem Motto "Vergewaltigen, Kontrollieren und Töten" agiere, sagte Sanders. "Wenn die Medien und Liberalen MS-13 verteidigen wollen, dann nur zu."

Immer wieder Äußerungen gegen Migranten

Den Begriff "Tiere" hatte Trump in der Vergangenheit wiederholt für Mitglieder gewalttätiger Straßenbanden sowie Terroristen und Schulamokläufer verwendet.

Mit seiner harschen Anti-Immigranten-Rhetorik löste der US-Präsident immer wieder Empörung aus. Häufig richteten sich seine Äußerungen gegen Einwanderer aus Mexiko. Im Wahlkampf etwa brandmarkte er mexikanische Einwanderer pauschal als "Vergewaltiger". Ein zentrales Wahlkampfversprechen Trumps ist der Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko.

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