Jeff Sessions und Donald Trump | Bildquelle: REUTERS

Russland-Affäre Trump bricht mit seinem Justizminister

Stand: 20.07.2017 03:05 Uhr

US-Präsident Trump hat sich öffentlich von seinem Justizminister Sessions distanziert. Dieser hatte sich in der Russland-Affäre für befangen erklärt und sich aus den Ermittlungen zurückgezogen. "Das hätte er niemals machen sollen", sagte Trump. Er bedauere, Sessions nominiert zu haben.

Wegen der Affäre um mögliche Russland-Kontakte seines Teams hat sich US-Präsident Donald Trump offenbar nachhaltig mit seinem Justizminister Jeff Sessions entzweit. In einem Interview der "New York Times" drückte Trump sein Bedauern aus, Sessions überhaupt für den Posten nominiert zu haben. Hintergrund ist die Entscheidung des Justizministers vom März, sich wegen persönlicher Befangenheit aus den Russland-Ermittlungen des FBI herauszuhalten.

Sessions hatte sich während des Wahlkampfes mit dem russischen Botschafter Sergei Kisljak getroffen. In einer Anhörung verneinte er solche Kontakte aber unter Eid.

"Sehr unfair"

"Sessions hätte sich niemals wegen Befangenheit zurückziehen sollen, und wenn er sich zurückziehen wollte, hätte er es mir sagen sollen, bevor er den Job angenommen hat", sagte Trump der "New York Times". "Dann hätte ich jemand anderen ausgewählt". Sessions Verhalten sei "sehr unfair" ihm gegenüber. "Wie kann man einen Job annehmen und sich dann wegen Befangenheit zurückziehen?", so Trump.

Sessions war einer von Trumps größten Unterstützern im Wahlkampf. Er war der erste Senator, der sich hinter den politischen Quereinsteiger stellte.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 20. Juli 2017 um 04:58 Uhr.

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