Donald Trump | Bildquelle: AP

Paketbomben-Serie in den USA Trump will seine Rhetorik nicht ändern

Stand: 27.10.2018 07:39 Uhr

Der Paketbomben-Versender hatte Kritiker des US-Präsidenten im Visier. Trump weist jede Mitverantwortung von sich. An seiner Rhetorik wolle er jedenfalls nichts ändern, kündigt er an - und attackierte erneut die Medien.

Nach der Festnahme in der Paketbomben-Serie gegen prominente Kritiker seiner Politik hat US-Präsident Donald Trump eine Mitschuld von sich gewiesen. Er wisse zwar, dass der mutmaßliche Täter ein Anhänger sei, sagte Trump, doch er selbst trage keine Mitschuld.

Auf die Frage, ob er etwas an seiner Rhetorik ändern wolle, sagte Trump, dass er seinen Ton bereits abgemildert habe. Auch an seiner Rhetorik werde er nichts ändern. Wenn überhaupt, könne er sie noch verschärfen, da die Medien ihm und der Republikanischen Partei gegenüber "extrem unfair" seien.

Trump hatte die Tat zuvor verurteilt: Politische Gewalt dürfe in den USA keine Wurzeln schlagen. "Diese terrorisierenden Aktionen sind abscheulich." Die Amerikaner müssten zusammenstehen.

Nach einer tagelangen landesweiten Fahndung hat die Polizei am Freitag in Aventura in Florida einen 56-Jährigen festgenommen. Er soll mehr als ein Dutzend Sendungen mit Rohrbomben an bekannte Trump-Kritiker verschickt haben.

Trump will Rhetorik nicht ändern und attackiert Medien
tagesschau 09:50 Uhr, 27.10.2018

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Kritik an Demokraten

Bei einer Wahlkampfveranstaltung wenig später legte Trump mit seiner Kritik noch einmal nach. Er warf Reportern in Charlotte (North Carolina) vor, "mit den üblen Aktionen einer Einzelperson politische Punkte gegen ihn landen" zu wollen. Dort warb Trump für zwei republikanische Kandidaten für die Zwischenwahlen am 6. November.

Er sagte aber auch: "Politische Gewalt darf in Amerika niemals geduldet werden und ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um sie zu stoppen."  

Hillary Clinton | Bildquelle: AFP
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Hillary Clinton: "Wir leben in einer Zeit, in der die Atmosphäre unberechenbar und hasserfüllt ist."

Clinton über Trump: "Rücksichtslose Rhetorik"

Dagegen warf Trumps frühere Konkurrentin Hillary Clinton dem Präsidenten indirekt eine Mitschuld vor. "Wir leben in einer Zeit, in der die Atmosphäre unberechenbar und hasserfüllt ist und wir haben einen Präsidenten, der die ganze Zeit rücksichtlose Rhetorik praktiziert, die alle möglichen Leute erniedrigen und dämonisieren soll", sagte Clinton bei einer Veranstaltung in New York. "Er peitscht die Zuschauer auf, die zu ihm kommen, und es ist fast wie eine Sucht: er treibt sie an und sie geben ihm das zurück, was er anscheinend braucht, um sich stark und wichtig zu fühlen", sagte sie.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 27. Oktober 2018 um 09:50 Uhr.

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