US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Migration in die USA Trump verhängt Strafzölle gegen Mexiko

Stand: 31.05.2019 02:59 Uhr

Die illegale Migration von Menschen durch Mexiko in die USA verärgert Präsident Trump seit Langem. Jetzt erhöht er den Druck auf Mexiko und kündigte Strafzölle auf alle Warenimporte an. Die Zölle sollen monatlich steigen.

Donald Trump will mit Strafzöllen die Migration durch Mexiko in die USA stoppen. Der US-Präsident kündigte an, vom 10. Juni an würden Zölle in Höhe von fünf Prozent auf sämtliche Einfuhren aus Mexiko erhoben. Die Zölle würden bis zum 1. Oktober schrittweise auf 25 Prozent ansteigen, sollte Mexiko nicht wirksame Maßnahmen ergreifen, um illegale Migranten Richtung USA zu stoppen.

Der US-Präsident warf Mexiko "passive Kooperation" dabei vor, diese illegale Migration aus Lateinamerika zu ermöglichen. Dieses Verhalten stelle einen "Notstand und eine außerordentliche Bedrohung für die nationale Sicherheit und Wirtschaft der Vereinigten Staaten dar".

Mexiko spricht von "desaströser" Entwicklung

Die mexikanische Regierung zeigte sich in einer ersten Reaktion enttäuscht. Die geplanten Zölle seien "desaströs", sagte der Staatssekretär im mexikanischen Außenministerium, Jesús Seade. "Wenn sie das wirklich machen, sollten wir meiner Meinung nach energisch reagieren."

Wachsende Zahl von Migranten

Die Zahl illegaler Grenzübertritte von Mexiko in die USA hat in den vergangenen Monaten zugenommen. In den sieben Monaten zwischen Oktober 2018 und April 2019 wurden nach Angaben der Grenzschutzpolizei CBP mehr als 530.000 Menschen aufgegriffen. Das sind etwa 10.000 mehr als im gesamten Vorjahreszeitraum. Trump hatte bereits mehrfach gedroht, die Grenze zu Mexiko komplett schließen zu lassen.

Im Präsidentschaftswahlkampf war der Bau einer Mauer zu Mexiko eines der zentralen Versprechen Trumps. Im Februar rief Trump einen Nationalen Notstand an der Grenze aus.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 31. Mai 2019 um 06:00 Uhr.

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