Merkel und Trump im Oval Office | Bildquelle: AP

Merkel bei Trump Die erste Begegnung

Stand: 17.03.2017 17:58 Uhr

Es ist mit hohen Erwartungen verbunden - das erste Treffen von Kanzlerin Merkel mit US-Präsident Trump. Im Weißen Haus spricht sie zur Stunde mit ihm über die deutsch-amerikanischen Beziehungen, um die es nicht zum Besten steht.

US-Präsident Donald Trump hat Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus empfangen. Er holte sie am Eingang ab, nach einem kurzen Händedruck zogen sie sich zu einem Gespräch zurück. Es ist das erste Zusammentreffen des neuen US-Präsidenten mit der Kanzlerin.

Der Gesamteindruck dieses Zusammentreffens war eher kühl: Ein sonst oft übliches, nochmaliges Händeschütteln gab es nicht - trotz lautstarker Aufforderungen der Fotografen, und auch die Kanzlerin fragte den Präsidenten leise danach. Trump reagierte nicht. Der US-Präsident wirkte vergleichsweise angespannt und ernst.

Ziel: Kennenlernen

Regierungskreise ließen im Vorfeld verlauten, dass Merkel und Trump das Treffen in erster Linie nutzen wollen, um einander kennen zu lernen. Es soll um die Themen Handel, Sicherheit und gemeinsame Werte gehen.

Trump hatte Merkel während seines Wahlkampfs mehrfach für ihre Flüchtlingspolitik kritisiert, ihr in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung aber auch Respekt bezeugt. Für Unruhe sorgten zudem Äußerungen Trumps über die NATO, die Beziehungen zu Russland und eine wirtschaftliche Abschottung der USA, wozu auch Strafzölle für deutsche Unternehmen zählen könnten.

Auf dem Programm stehen ein Gespräch Merkels und Trumps unter vier Augen sowie ein Treffen mit Unternehmensvertretern und Auszubildenden. Anschließend gibt es eine gemeinsame Pressekonferenz von Präsident und Kanzlerin. Nach einem Arbeitsessen fliegt sie noch am Abend zurück nach Berlin.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 17. März 2017 um 17:00 Uhr.

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