Theresa May und Donald Trump vor Downing Street No. 10 mit Melania Trump und Philip May | Bildquelle: VICKIE FLORES/EPA-EFE/REX

US-Präsident in Großbritannien Trump bietet May Handelsabkommen an

Stand: 04.06.2019 14:39 Uhr

US-Präsident Trump hat Premierministerin May ein umfangreiches Handelsabkommen in Aussicht gestellt - nach dem EU-Austritt der Briten. Sein Staatsbesuch wird von massiven Protesten begleitet.

US-Präsident Donald Trump hat der britischen Premierministerin ein umfangreiches bilaterales Handelsabkommen in Aussicht gestellt. Bei einem Treffen mit May und Wirtschaftsvertretern in London sagte Trump, er hoffe auf ein "sehr, sehr umfangreiches Handelsabkommen" - nach dem geplanten EU-Austritt Großbritanniens. Er zeigte sich zuversichtlich: "Wir werden das hinkriegen." Es werde einen "fairen Deal" geben.

Der US-Präsident hatte bereits auf Twitter versichert, dass für die Briten ein "großes Handelsabkommen" mit den USA möglich sei. Unter der Prämisse, dass sich die Briten von den "Fesseln" der EU befreien.

Proteste überschatten Trumps Staatsbesuch in Großbritannien
tagesschau 14:00 Uhr, 04.06.2019, Mareike Aden, ARD London

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Auch May sprach sich bei den Gesprächen mit Trump dafür aus, die wirtschaftliche Zusammenarbeit der Länder zu intensivieren. Bei den politischen Gesprächen im Amtssitz der scheidenden Premierministerin in der Downing Street sollte es vor allem um Wirtschaftsfragen gehen. Sie sprach von "großen Chancen" für beide Staaten, die Zusammenarbeit zwischen den USA und Großbritannien nach dem Brexit auszubauen. Am Nachmittag wollen beide gemeinsam vor die Presse treten.

Der Auftakt des Treffens der Staatschefs verlief eher frostig: Der erwartete Handschlag zwischen den beiden blieb aus.

Dreitägiger Staatsbesuch

Der US-Präsident ist auf dreitägigem Staatsbesuch im Vereinigten Königreich. Montagabend war er von Queen Elizabeth II. zu einem Staatsbankett im Buckinghampalast empfangen worden. Oppositionsführer Jeremy Corbyn, Parlamentspräsident Jon Becow und Londons Bürgermeister Sadiq Khan, mit dem Trump sich vor seinem Besuch in Großbritannien auf Twitter angelegt hatte, boykottierten das Staatsbankett.

Trump erlebt "viel Liebe überall"

Trump schrieb auf Twitter, dass er bisher keine Proteste gesehen habe. Die "Fake news" würden aber hart daran arbeiten, sie zu finden. Er erlebe hingegen "viel Liebe überall", schrieb er weiter auf dem Kurznachrichtendienst.

Proteste überschatten Staatsbesuch

Trump-Gegner hingegen ließen vor dem britischen Parlament einen sechs Meter hohen Luftballon aufsteigen, der den US-Präsidenten als quengelndes Baby in Windeln darstellt. Der Ballon war bereits vor einem Jahr bei Protesten mit Hunderttausenden Teilnehmern zum Einsatz gekommen. "Wir versuchen, den Präsidenten daran zu erinnern, dass er in diesem Land nicht willkommen ist", sagte Leo Murray, einer der Gestalter des Ballons.

Tausende demonstrierten mit Transparenten und Sprechchören gegen den US-Präsidenten in den Straßen Londons. Am Trafalgar Square bauten sie einen knapp fünf Meter großen sprechenden Trump-Roboter auf, der mit heruntergelassener Hose auf einer Goldtoilette sitzt. Klopapier mit Trumps Konterfei wurden ebenfalls verkauft.

Demonstranten haben vor dem britischen Parlament in London einen sechs Meter großen Luftballon aufsteigen lassen, der Trump als quengelndes Baby in Windeln darstellt. | Bildquelle: AFP
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Demonstranten haben vor dem britischen Parlament in London einen sechs Meter großen Luftballon aufsteigen lassen, der Trump als quengelndes Baby in Windeln darstellt.

Am Nachmittag wird ein "Karneval des Widerstands" als Demonstration gegen Trump erwartet. Labourpartei-Chef Corbyn wird ebenfalls daran teilnehmen. Unterstützung erhalten die Gegner von Londons Bürgermeister Khan.

US-Präsident Trump in London
Jens-Peter Marquardt, ARD London
04.06.2019 00:05 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 04. Juni 2019 um 14:00 Uhr.

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