US-Präsident Donald Trump. | Bildquelle: AP

Beschwerde von Linkin Park Twitter löscht Trump-Video

Stand: 19.07.2020 16:20 Uhr

US-Präsident Trump hat sich erneut Ärger mit Musikern eingehandelt. Die Rockband Linkin Park verbot ihm und seinem Team, ihre Songs für Wahlkampf-Zwecke zu benutzen. Aufgrund der Beschwerde sperrte Twitter nun ein Video des Präsidenten.

Die Nu-Metal-Band Linkin Park hat untersagt, dass für die Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump ihre Musik verwendet werden darf. Sie veranlasste die Entfernung eines Videos durch Twitter. Auf dem Kurzbotschaftendienst erklärte die Gruppe, sie habe weder Trump noch seiner Wahlkampagne die Nutzung ihrer Musik erlaubt.

In dem gelöschten Wahlvideo war eine Coverversion des Hits "In the End" aus dem Jahr 2001 zu hören. Linkin Park unterstütze Trump nicht und habe seiner Kampagne nicht erlaubt, ihre Musik zu verwenden, schrieb die Band bei Twitter. Eine Unterlassungsverfügung sei ausgestellt worden. 

Kein Kommentar von Trump

Das Video war zuvor vom Social-Media-Direktor des Weißen Hauses, Dan Scavino, veröffentlicht und am Samstag von Trump geteilt worden. Unter dem Tweet ist nun zu lesen: "Dieser Inhalt wurde aufgrund einer Meldung durch den Rechte-Inhaber deaktiviert." Einer auf solche Fälle spezialisierten Datenbank zufolge hatte sich die Management-Gesellschaft der Band beschwert. Das US-Präsidialamt kommentierte den Fall bislang nicht.

Der 2017 verstorbene Leadsänger Chester Bennington hatte aus seiner Abneigung gegen den republikanischen Präsidenten kein Geheimnis gemacht. Trump sei "eine größere Bedrohung für die USA als der Terrorismus", schrieb Bennington 2017 bei Twitter.

Absagen von anderen Künstlern

Linkin Park ist nicht die erste Musikgruppe, die dem Präsidenten die Nutzung ihrer Musik verbietet. Vergangenen Monat hatten die Rolling Stones Trump mit einer Klage gedroht, falls Trump weiterhin ihre Musik bei seinen Wahlkampfveranstaltungen nutzen sollte. 

Auch Queen, Rihanna, Aerosmith, Adele, Neil Young, Dexys Midnight Runers, Panic! at the Disco und die Familie des verstorbenen Tom Petty hatten sich bereits über die Nutzung ihrer Werke durch Trump beschwert. 

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk Kultur am 19. Juli 2020 um 23:30 Uhr.

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