Donald Trump | Bildquelle: REUTERS

Trump Klimawandel doch kein "Scherz"

Stand: 15.10.2018 07:19 Uhr

Früher spottete er noch darüber, inzwischen hält US-Präsident Trump den Klimawandel für Realität. Eine Verantwortung des Menschen für die Erderwärmung sieht er aber nach wie vor nicht.

US-Präsident Donald Trump hält den Klimawandel inzwischen für eine Tatsache. Er bezweifelt aber nach wie vor die Verantwortung der Menschen dafür. "Ich bestreite den Klimawandel nicht", sagte Trump in einem Interview des US-Senders "CBS". Der Klimawandel könne aber "sehr wohl wieder zurückgehen".

Erkenntnisse von Wissenschaftlern, wonach die Menschheit für die globale Erderwärmung verantwortlich ist, stellt Trump noch immer infrage. "Ich weiß nicht, ob diese Analysen zutreffen". Es gehe um einen Zeitraum von Millionen von Jahren. "Ich glaube daran, dass es einen Unterschied zu Jahren zuvor gibt, kann aber nicht sagen, ob der von Menschen verursacht wurde."

Früher Scherze über den Klimawandel

In der Zeit vor seiner Präsidentschaft hatte er Warnungen vor dem Klimawandel ins Lächerliche gezogen. Auf Twitter schrieb er 2013: "Globale Erderwärmung ist ein totaler und sehr teurer Scherz."

Auf seine frühere Haltung zur Erderwärmung angesprochen, erklärte Trump nun: "Ich denke nicht, dass es ein Scherz ist." Gleichzeitig betonte er, dass er durch Klimaschutzmaßnahmen nicht Millionen Jobs und Milliarden Dollar verlieren wolle. Im vergangenen Jahr hatte er als Präsident den Ausstieg der USA aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt.

Trump äußerte sich vor einem geplanten Besuch in den Hurrikangebieten in Georgia und Florida. Dass der Klimawandel stärkere Wirbelstürme als bisher verursacht, bezweifelte Trump im Interview. "Man sagt, dass wir Hurrikane hatten, die viel schlimmer waren, als was wir gerade mit 'Michael' hatten." Wissenschaftler hätten eine politische Agenda, so Trump.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 15. Oktober 2018 um 05:00 Uhr und 06:00 Uhr in den Nachrichten.

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