Bühne frei für Runde zwei in den Gesprächen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un. | Bildquelle: AP

Treffen von Trump und Kim Konkrete Ergebnisse gesucht

Stand: 27.02.2019 05:30 Uhr

Bühne frei für Runde zwei: US-Präsident Trump und Nordkoreas Machthaber Kim sind in Vietnam angekommen. Bei ihrem zweiten Gipfel müssen beide diesmal Ergebnisse liefern. Trump rief Nordkorea erneut zur nuklearen Abrüstung auf.

Der eine fuhr fast 70 Stunden im gepanzerten Zug, der andere flog 20 Stunden um den Globus: Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und US-Präsident Donald Trump sind in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi angekommen. Dort wollen sich beide Männer heute und morgen zu einem zweiten Gipfel treffen. Der Druck, nach der historischen, aber größtenteils ergebnislosen Erstauflage des Treffens im vergangenen Sommer dem jeweils anderen diesmal konkrete Zugeständnisse abzuringen, ist groß.

Dieses von der nordkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild soll Machthaber Kim Jong Un zeigen, wie er in Pjöngjang in einem gepanzerten Zug in Richtung Vietnam aufbrach. | Bildquelle: dpa
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Dieses von der nordkoreanischen Regierung zur Verfügung gestellte Bild soll Machthaber Kim Jong Un zeigen, wie er in Pjöngjang in einem gepanzerten Zug in Richtung Vietnam aufbrach.

US-Präsident Trump kommt im vietnamesischen Hanoi vor dem Gipfel mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un an. | Bildquelle: AFP
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US-Präsident Trump kam dagegen in der Regierungsmaschine "Air Force One" in Hanoi an. Er wurde am Flughafen mit militärischen Ehren begrüßt - und bedankte sich via Twitter für "so viel Liebe".

Das tat der von beiden Seiten geschürten Euphorie im Vorfeld des Gipfels allerdings keinen Abbruch. So bedankte sich der US-Präsident nach seiner Ankunft via Twitter auch gleich für den "großartigen Empfang" in Hanoi, die "gewaltigen Menschenmengen" und "so viel Liebe". Dem wollte der Nordkoreaner Kim in nichts nachstehen und ließ sich nach seiner Ankunft von einem Tross an Gefolgsleuten und Bodyguards durch Hanoi kutschieren und in der dortigen Botschaft seines Landes umjubeln.

"Das Potenzial ist beeindruckend"

Doch Bilder euphorisierter Menschenmengen werden diesmal nicht reichen, damit Trump und Kim ihr zweites Aufeinandertreffen als ebenso großen Erfolg verkaufen können, wie sie das nach dem ersten Gipfel in Singapur im vergangenen Sommer getan hatten. Dort hatte Kim seine grundsätzliche Bereitschaft zur "vollständigen Denuklearisierung" seines Landes erklärt. Was aber fehlte, waren konkrete Zusagen, bis wann Nordkorea sein Atomwaffen- und Raketenarsenal abrüsten will.

Entsprechend forderte Trump den nordkoreanischen Machthaber erneut zu einer atomaren Abrüstung auf. Dem Land stehe dann eine große Zukunft bevor, twitterte Trump. "Das Potenzial ist beeindruckend, eine großartige Gelegenheit, wie fast keine andere in der Geschichte, für meinen Freund Kim Jong Un."

Trump stellt dem verarmten, unter strengen Sanktionen leidenden Land im Gegenzug für Abrüstung nicht näher definierte Sicherheitsgarantien und Unterstützung bei der wirtschaftlichen Entwicklung in Aussicht. Der US-Präsident verglich die Möglichkeiten Nordkoreas mit der Lage in Vietnam. "Vietnam blüht auf wie wenige andere Orte der Welt. Nordkorea wäre sehr schnell genauso, wenn es seine Atomwaffen abschafft."

Vor dem zweiten Gipfel zwischen Kim Jong Un und Donald Trump
tagesschau 20:00 Uhr, 26.02.2019, Sandra Ratzow, ARD Singapur zzt. Hanoi

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Beide wollen "korrespondierende" Gegenleistungen

Mögliche konkrete Gipfelergebnisse sind bislang aber vor allem Gegenstand der Spekulation. Denkbar wäre, dass beide Seiten den Koreakrieg (1950-53) für beendet erklären. Selbst das wäre allerdings nur ein erster, symbolischer Schritt auf dem Weg zu einem Friedensvertrag. Bislang gibt es nur einen Waffenstillstand. Tatsächlicher Frieden auf der koreanischen Halbinsel wäre ein enormer Erfolg für das nordkoreanische Regime, da es so an Legitimität gewänne.

Ob sich Nordkorea im Gegenzug tatsächlich zur bereits angebotenen Schließung seines wichtigen Atomkomplexes Yongbyon verpflichtet, muss sich zeigen. Dafür verlangt Kim "korrespondierende" Gegenleistungen der USA.

Trump dämpft Erwartungen

Vor seiner Abreise hatte Trump die Hoffnung auf einen Durchbruch bereits gedämpft. "Was passieren wird? Ich kann es Ihnen nicht sagen", hatte Trump am Sonntag vor US-Gouverneuren gesagt. Er gehe davon aus, dass der Gipfel "zu etwas sehr Gutem führen" werde, vielleicht werde das aber auch nicht der Fall sein. So oder so, sagte Trump, solange Kim auf Raketen- und Atomwaffentests verzichte, dränge die Zeit nicht. "Ich bin nicht in Eile," sagte er. "Solange es keine Tests gibt, sind wir glücklich."

Die letzten Tests Nordkoreas liegen mehr als ein Jahr zurück. Trump betonte, die USA hätten Nordkorea bislang keine Zugeständnisse gemacht: "Wir haben nichts aufgegeben."

Verena Bünten, ARD Washington, über Trumps Plan für den Friedensgipfel
nachtmagazin 00:20 Uhr, 27.02.2019

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Zweitägiger Gesprächsmarathon

Nun aber sollen in Hanoi die nächsten Schritte besprochen werden. Die erste Zusammenkunft von Trump und Kim ist nach Angaben des Weißen Hauses für Mittwochabend um 18.30 Uhr Ortszeit (12.30 MEZ) geplant. Nach der Begrüßung im Hotel Sofitel Legend Metropole wollen Trump und Kim ein 20-minütiges Gespräch unter vier Augen führen.

Dann sollen beide Seiten in kleiner Runde zu einem etwa eineinhalbstündigen Abendessen zusammenkommen. Trump soll dabei von Außenminister Mike Pompeo und von seinem amtierenden Stabschef Mick Mulvaney begleitet werden. Am Donnerstag sind weitere Gespräche mit Kim geplant. Dazu veröffentlichte das Weiße Haus zunächst aber keine Details.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. Februar 2019 um 20:00 Uhr.

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