US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AP

Trump droht dem Iran "Ein Deal fällt immer schwerer"

Stand: 23.07.2019 10:53 Uhr

Im Streit mit dem Iran setzt US-Präsident Trump auf die Politik des "maximalen Drucks". Darauf antwortet der Iran seit Wochen mit Nadelstichen. Das will Trump nicht einfach ignorieren.

Von Martin Ganslmeier, ARD-Studio Washington

Eigentlich will US-Präsident Donald Trump keinen neuen Krieg im Nahen Osten. Im Gegenteil: Im Wahlkampf hatte Trump versprochen, möglichst viele US-Soldaten aus Afghanistan und dem Irak nach Hause zu holen. Eine in den USA unpopuläre militärische Konfrontation mit dem Iran - ausgerechnet ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl - würde Trump also nicht ins Konzept passen. Dennoch kann der US-Präsident die iranischen Übergriffe und Provokationen in der Straße von Hormus nicht einfach ignorieren.

Trump dementiert Bericht über Festnahmen
tagesschau 12:00 Uhr, 23.07.2019, Kerstin Kleid, ARD Washington

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Auf keinen Fall will Trump als Papiertiger dastehen, der nur laut brüllt, aber nicht reagiert. Deshalb warnte Trump die iranische Regierung vor Konsequenzen: "Es fällt mir zunehmend schwerer, einen Deal mit dem Iran zu wollen. Denn sie benehmen sich sehr schlecht und sagen schlechte Dinge. Das könnte in beide Richtungen gehen."

Was Trump mit "beide Richtungen" meint, erklärte er so: "Wir sind bereit für das absolut schlimmste Szenario. Und wir sind auch bereit, Vernunft walten zu lassen."

"Lügen der iranischen Regierung"

Trump schwankt zwischen seinem eigentlichen Wunsch, den Iran mit der "Politik des maximalen Drucks" an den Verhandlungstisch zurückzuzwingen, um ein deutlich besseres Atomabkommen als sein Amtsvorgänger Obama zu erzielen. Und seiner fast reflexartigen Reaktion auf Provokationen, die er selten ignoriert, sondern meist durch Zurückschlagen kontert.

Trump ärgern nicht nur die Nadelstiche der iranischen Revolutionsgarde, sondern auch die seiner Meinung nach offenkundigen "Lügen" der iranischen Regierung. Irans Behauptung, man habe ein Netzwerk aus 17 CIA-Agenten verhaftet, bezeichnete Trump als "total falsche Geschichte, eine weitere Lüge. Sie verbreiten Propaganda und Lügen."

Gefahr von Fehlkalkulationen wächst

Dass keine Seite bereit ist, verbal abzurüsten, sondern die Spannungen weiter eskalieren, sieht der frühere Verteidigungsminister der Obama-Regierung und ehemalige CIA-Chef Leon Panetta im Sender CNN mit großer Sorge: "Beide Seiten sticheln gegeneinander. Das Problem ist: Je mehr die Spannungen anwachsen, desto größer wird die Gefahr von Fehlkalkulationen."

Zumal in der Meeresenge von Hormus ein Funke genügt, um das Pulverfass zur Explosion zu bringen. Für Trump ist die "rote Linie" der Tod eines US-Soldaten oder Amerikaners durch iranisches Verschulden. Dann werde er militärisch antworten, hat der Präsident angekündigt.

Dagegen empfiehlt der ehemalige US-Verteidigungsminister Panetta Trump dringend, der iranischen Regierung Verhandlungen ohne Vorbedingungen anzubieten. Dies sei der einzige Weg, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Trump droht Iran - Deal fällt mir zunehmend schwerer
Martin Ganslmeier, ARD Washington
23.07.2019 05:52 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2019 um 05:49 Uhr.

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