Wladimir Putin | Bildquelle: REUTERS

Konflikt um INF-Vertrag Putin will Trump treffen

Stand: 23.10.2018 20:17 Uhr

Russland zeigt sich von Trumps Plänen für ein Ende des INF-Abrüstungsabkommen überrascht, will aber weiter mit den USA sprechen. Putin will den US-Präsidenten dafür im November in Paris treffen.

Nach dem angekündigten Ausstieg der USA aus einem wichtigen Abrüstungsabkommen will der russische Präsident Wladimir Putin mit seinem US-Kollegen Donald Trump persönlich reden. Als Ort der Begegnung schlug der Kremlchef die Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag des Waffenstillstands zum Ende des Ersten Weltkriegs in Paris am 11. November vor. Das berichten russische Medien.

Konflikt um Abrüstungsabkommen: Putin will Trump im November in Paris treffen
tagesschau 20:00 Uhr, 23.10.2018, Demian von Osten, ARD Moskau

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Direkter Dialog

Putin traf sich in Moskau mit Trumps Sicherheitsberater John Bolton. "Natürlich wäre es sinnvoll, den direkten Dialog mit dem US-Präsidenten im Rahmen von internationalen Veranstaltungen fortzusetzen, die in der nächsten Zeit stattfinden werden", sagte Putin demnach. "Natürlich nur, wenn die amerikanische Seite an diesen Kontakten interessiert ist." Laut den Berichten sagte Bolton, Trump würde sich freuen, Putin zu treffen.

Insgesamt zog Bolton ein positives Fazit seiner Gespräche in Moskau. Seine Diskussionen dort seien "sehr umfassend und konstruktiv" gewesen, sagte der US-Sicherheitsberater.

Trump hatte angekündigt, aus dem INF-Vertrag aussteigen zu wollen. Das Abkommen aus dem Jahr 1987 zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion untersagt den Bau und Besitz landgestützter, atomar bewaffneter Raketen oder Marschflugkörper mit einer Reichweite von 500 bis 5500 Kilometern. Die USA und Russland werfen sich gegenseitig vor, den Vertrag gebrochen zu haben.

"Bilateraler Vertrag in einer multipolaren Welt"

Der Abrüstungsvertrag habe in den Beratungen mit Putin größeren Raum eingenommen, sagte Bolton. Der Vertrag sei überkommen: Es handle sich um einen "bilateralen Vertrag aus dem Kalten Krieg" in einer Welt, die "multipolar" geworden sei. Es sei ein Defizit, dass Länder wie China oder Nordkorea nicht an die Vorgaben des Vertrags gebunden seien. 

Seinerseits habe er die "anhaltende Sorge" der US-Regierung über die Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf angesprochen, sagte Bolton. Diese sei "besonders schädlich für die russisch-amerikanischen Beziehungen", ohne dass Russland einen Nutzen davon habe, sagte Bolton. 

Die Ankündigung Trumps zum sogenannten INF-Vertrag lösten weltweit Besorgnis vor einem atomaren Wettrüsten aus. Die Bundesregierung reagierte besorgt und forderte Konsultationen von den USA.

Putin will mit Trump persönlich über Abrüstungsabkommen sprechen
Markus Sambale, ARD Moskau
24.10.2018 06:52 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Oktober 2018 um 20:00 Uhr.

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