Trump bei einem Treffen mit Geschäftsleuten in Indien | Bildquelle: AP

Trump in Indien Ein Rüstungsdeal und Fortschritte beim Handel

Stand: 25.02.2020 13:05 Uhr

US-Präsident Trump hat in Indien einen Rüstungsgeschäft über drei Milliarden Dollar abgeschlossen. Sein Besuch wurde von gewaltsamen Protesten gegen ein Einbürgerungsgesetz überschattet.

Von Bernd Musch-Borowska, ARD-Studio Neu Delhi

Am zweiten Tag des Staatsbesuchs in Indien standen für US-Präsident Donald Trump Gespräche über die bilateralen Beziehungen auf der Tagesordnung. Premierminister Narendra Modi empfing seinen Gast im sogenannten Hyderabad House in Delhi. Hinter verschlossenen Türen sprachen die beiden Staats- und Regierungschefs über die politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit. Themen waren außerdem der internationale Terrorismus und die festgefahrenen Verhandlungen über ein Freihandelsabkommen.

US-Präsident Trump auf Staatsbesuch in Indien
tagesschau24 18:00 Uhr, 25.02.2020, Sibylle Licht, ARD Neu-Delhi

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Noch keine Einigung zu Handelsabkommen

Bei der anschließenden Pressekonferenz bekräftigte Trump, man sei ein Stück weitergekommen. Indien weigert sich bislang, Handelsbarrieren zum Schutz der eigenen Wirtschaft aufzugeben: "Premierminister Modi schmiedet starke bilateral wirtschaftliche Beziehungen, das machen wir genauso. Unsere Teams haben großen Fortschritt gemacht, ein umfassendes Handelsabkommen zu schließen. Und ich bin optimistisch, dass wir einen Deal erreichen, der von großer Bedeutung für unsere beiden Länder sein wird."

Einen erfolgreichen Abschluss gab es bei einem Waffengeschäft. Indien, das militärisches Gerät auch in anderen Ländern einkauft, darunter in Russland und Frankreich, soll Kampfhubschrauber aus den USA erhalten. "Wir haben heute unsere Zusammenarbeit in der Verteidigungspolitik verstärkt", erklärte Trump. "Mit einer Vereinbarung, dass Indien US-Militärausrüstung im Wert von drei Milliarden US-Dollar kauft, darunter Apache- und MH60-Hubschrauber, die besten in der Welt."

Tödliche Proteste gegen Modis Staatsbürgerschaftsgesetz

Überschattet wurde der Besuch des US-Präsidenten in der indischen Hauptstadt von gewaltsamen Protesten gegen das umstrittene neue Staatsbürgerschaftsgesetz in Indien. Bei Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten in Delhi gab es indischen Fernsehberichten zufolge seit Montagabend mindestens sieben Tote und zahlreiche Verletzte.

Brennendes Auto und Demonstranten in Indien | Bildquelle: dpa
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Bei teilweise gewaltsamen Protesten gegen das Staatsbürgergesetz kamen in Indien sieben Menschen ums Leben.

Die Proteste richten sich gegen die vermeintliche Diskriminierung von Muslimen. Mit Trump hatten sie nicht direkt zu tun, doch riefen die Demonstranten immer wieder "hau ab, hau ab". "Ich bin gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz und nicht nur ich. Überall in Indien gibt es Proteste", sagte ein Demonstrant. "Unser Premierminister versucht jetzt, den Trump-Besuch zu instrumentalisieren, um internationale Unterstützung für das Staatsbürgerschaftsgesetz zu bekommen. Deshalb sind wir gegen den Trump-Besuch."

Trump wird am Abend noch von Indiens Präsident Ram Nath Kovind empfangen, bevor er die Airforce One wieder besteigt und seinen Staatsbesuch in Indien beendet.

Indien - Trump Staatsbesuch zweiter Tag
Bernd, Musch-Borowska (NDR, Neu-Delhi)
25.02.2020 12:03 Uhr

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Über dieses Thema berichtete am 25. Februar 2020 tagesschau24 um 12:00 Uhr und Deutschlandfunk um 12:46 Uhr in der Sendung "Informationen am Mittag".

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