US-Präsident Donald Trump | Bildquelle: AFP

US-Grenzsoldaten Trump droht Migranten mit Gewalt

Stand: 02.11.2018 04:37 Uhr

US-Präsident Trump lässt die Rhetorik gegen Migranten in Mexiko um eine weitere Stufe eskalieren: Wenn sie an der Grenze mit Steinen würfen, sollten die Grenzsoldaten reagieren, als handle es sich um Schusswaffen.

Bei einem Wahlkampfauftritt im Bundesstaat Missouri hat US-Präsident Donald Trump seine Drohungen gegen Migranten an der US-Grenze weiter verschärft. "Ich sage euch - wenn irgendjemand Steine oder Brocken wirft, wie sie das in Mexiko mit dem mexikanischen Militär, der mexikanischen Polizei gemacht haben, wo sie Polizisten und Soldaten schwer verletzt haben - wir werden das als Schusswaffen ansehen", zitierte ihn die Nachrichtenseite Politico.

Anfang der Woche war in Mexiko ein Honduraner bei Zusammenstößen mit der Polizei gestorben.

Trump erklärte erneut, die etwa 4000 Migranten aus Mittelamerika, die derzeit zu Fuß auf dem Weg Richtung USA sind, werde er mit aller Macht an der Einreise hindern. Sie sollten in Zeltstädten an der Grenze festgesetzt werden - Eltern und Kinder würden allerdings nicht voneinander getrennt, wie die US-Regierung es an der Grenze zu Mexiko eine Zeit lang gehalten hatte.

Asylgesuche nur noch an Einreisepunkten?

Vor den Midterm-Elections am kommenden Dienstag hat der US-Präsident das Thema Einwanderung zum einzigen Wahlkampfthema auserkoren und macht aggressiv Stimmung gegen Migranten. Täglich stellt er neue Forderungen auf oder kündigt Maßnahmen an - wie tags zuvor die Entsendung von bis zu 15.000 US-Soldaten an die Grenze zu Mexiko.

Vor Unterstützern in Missouri wetterte er nun gegen angeblichen "Geburtentourismus" von Migrantinnen, die ihrem Kind dadurch die US-Staatsbürgerschaft erschleichen wollten: Sie brächten "Spott" über die Einwanderungsgesetze des Landes. Zuvor hatte er Pläne vorgestellt, das verfassungsgemäße Geburtsrecht einzuschränken, dass jedem in den USA geborenen Menschen das Recht auf einen US-amerikanischen Pass einräumt.

Trump kündigte außerdem an, er werde eine Exekutivanordnung unterzeichnen, die die Möglichkeit zu Asylanträgen auf offizielle Einreisepunkte beschränken solle. Das geltende US-Recht sieht vor, dass alle Ausländer in den USA Asyl beantragen können - unabhängig davon, wie sie ins Land gelangt sind.

Trump droht Migranten mit Gewalt
tagesschau 16:00 Uhr, 02.11.2018, Jan Philipp Burgard, ARD Washignton

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 02. November 2018 um 06:30 Uhr.

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