Trump im SUV | REUTERS

Corona-Infektion Trump bald wieder im Weißen Haus?

Stand: 05.10.2020 02:56 Uhr

Der Zustand des US-Präsidenten habe sich laut seinen Ärzten "weiter verbessert". Eine Rückkehr ins Weiße Haus sei womöglich bald möglich. Bereits am Sonntag verließ Trump das Krankenhaus kurzzeitig.

US-Präsident Donald Trump hat das Walter-Reed-Krankenhaus in Bethesda bei Washington für wenige Minuten verlassen, um seine Anhänger außerhalb der Klinik zu grüßen. Der mit dem Coronavirus infizierte Trump winkte seinen Unterstützern aus einem schwarzen SUV heraus zu, bevor er in das Krankenhaus zurückkehrte. Trump wird seit Freitag in Bethesda behandelt.

Nach Angaben der Ärzte des Präsidenten könnte Trump jedoch womöglich schon bald aus dem Krankenhaus entlassen werden. Der Gesundheitszustand von US-Präsident Donald Trump habe sich "weiter verbessert".

Sollte es Trump weiter so gut gehen, hoffe man, ihn womöglich bereits am Montag entlassen zu können, so der Arzt Brian Garibaldi. Die Behandlung könne dann im Weißen Haus fortgesetzt werden.

Höhen und Tiefen bei Trump

Trumps Leibarzt Sean Conley hatte unmittelbar zuvor gesagt, Trumps Gesundheitszustand habe sich weiter verbessert. Wie bei jeder Krankheit gebe es aber Höhen und Tiefen. Auf die Frage, ob sich die Infektion auf Trumps Lungen ausgewirkt habe, erklärte Conley, es gebe erwartete Befunde, aber "nichts von größeren klinischen Bedenken".

Am Freitagmorgen habe Trump hohes Fieber gehabt und die Sauerstoffwerte des Präsidenten seien in den vergangenen Tagen zweimal kurz gefallen. Deswegen habe man ihm neben einer weiteren Dosis des Medikaments Remdesivir auch erstmals das entzündungshemmende Steroid-Mittel Dexamethason gegeben, sagte Garibaldi. Inzwischen sei Trump auch fieberfrei, sagte Sean Dooley, ein weiterer seiner behandelnden Ärzte.

Behandlung mit Remdesivir fortgesetzt

Sollte Trump wieder ins Weiße Hau zurückkehren, solle auch dort seine auf fünf Tage angesetzte Behandlung mit Remdesivir fortgesetzt werden, sagten Garibaldi und Conley. Zunächst sei geplant, dass Trump so viel Zeit wie möglich "außerhalb des Bettes" verbringe. In einer Videobotschaft auf Twitter hatte sich Trump gestern aus dem Krankenhaus gemeldet und verkündet: "Ich denke, ich werde bald zurück sein".

Mit Blick auf kursierende Spekulationen über Trumps Gesundheitszustand sagte Conley, er habe in den vergangenen Tagen nicht versucht, etwas zu verbergen. Vielmehr sei ihm daran gelegen gewesen, die "optimistische Einstellung" von Trump und des Ärzteteams widerzuspiegeln. Trumps Staabschef Mark Meadows hatte dem Sender Fox gestern Abend mitgeteilt, dass die Corona-Infektion einen schwereren Verlauf genommen habe als zunächst dargestellt. Noch am Freitag hatte das Weiße Haus davon gesprochen, dass es sich bei Trumps Einlieferung in ein Krankenhaus um eine reine Vorsichtsmaßnahme handele.

Bis auf Weitere keine Wahlkampf-Auftritte

Inzwischen werden nach der Infektion des US-Präsidenten immer mehr Ansteckungen in seinem Umfeld bekannt. Auch sein Wahlkampfchef Bill Stepien wurde positiv getestet. Die Erkrankung Trumps führte dazu, dass einen Monat vor der Präsidentenwahl alle persönlichen Auftritte bis auf Weiteres abgesagt werden mussten. Sein Herausforderer Joe Biden hatte nach einem negativen Corona-Test angekündigt, seinen Wahlkampf fortzusetzen. Ob das nächste TV-Duell zwischen Biden und Trump wie geplant stattfinden kann, ist noch unklar.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 04. Oktober 2020 um 19:00 Uhr.

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Moderation 04.10.2020 • 22:38 Uhr

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