Michael Cohen | Bildquelle: REUTERS

US-Sonderermittler Mueller Bericht über Trump-Aufruf "nicht korrekt"

Stand: 19.01.2019 07:33 Uhr

Das Büro von US-Sonderermittler Mueller hat einen Bericht als fehlerhaft zurückgewiesen, wonach Präsident Trump seinen ehemaligen Anwalt Cohen zu Falschaussagen vor dem Kongress aufgefordert haben soll.

Von Torsten Teichmann, ARD-Studio Washington

Das Büro von US-Sonderermittler Robert Mueller gibt in der Regel keine Presseerklärungen zu den laufenden Ermittlungen ab. Aber ein Bericht des Portals "Buzzfeed News" zwang die Ermittler nun offenbar doch, etwas klarzustellen. In dem Bericht hieß es, Präsident Donald Trump habe seinen früheren Anwalt Cohen angewiesen, vor dem US-Kongress zu lügen.  

In einer vorbereiteten Erklärung eines Sprechers von Mueller heißt es nun, dass entscheidende Teile des Artikels "nicht korrekt" sind. Es geht um die Beschreibung von Zeugenaussagen und die Darstellung von Dokumenten. Diese hatte das Büro des Sonderermittlers in Bezug auf die Aussagen von Trumps Anwalt Cohen vor dem US-Kongress eingeholt.

Demokraten fordern Amtsenthebung

Die Erklärung erschien kurz nach den Abendnachrichten in den USA. Da hatten alle Sender bereits berichtet, dass die Demokraten im Kongress Aufklärung verlangen, unter ihnen der ehemalige Justizminister Eric Holder. Von Impeachment war schon wieder die Rede. Die Anhänger von Trump sprechen dagegen von Fake-News.

Cohen sagt vor Ausschuss aus

Trumps ehemaliger Anwalt Cohen soll am 7. Februar noch einmal vor einem Ausschuss des Kongresses aussagen. Er hatte sich schuldig bekannt, die Abgeordneten über ein Immobilienprojekt der Trump-Organisation in Moskau belogen zu haben. Cohen ist wegen anderer Vergehen zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Sonderermittler Mueller widerspricht jüngsten Trump-Enthüllungen
Torsten teichmann, ARD Washington
19.01.2019 06:58 Uhr

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Über dieses Thema berichtete MDR Aktuell am 19. Januar 2019 um 07:08 Uhr.

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