Donald Trump | Bildquelle: dpa

Manafort und Cohen schuldig Kein guter Tag für Trump

Stand: 22.08.2018 05:32 Uhr

Es sind unangenehme Schlagzeilen für US-Präsident Trump: Mit Cohen und Manafort haben sich ehemals enge Vertraute offenbar des Betrugs schuldig gemacht. Einer von ihnen droht, noch mehr auszupacken.

Von Martina Buttler, ARD-Studio Washington

Der Druck auf den US-Präsidenten steigt: Zwei seiner ehemals engsten Vertrauten wurden von Gerichten verurteilt beziehungsweise bekannten sich schuldig. Trumps ehemaliger Anwalt Michael Cohen hat zugegeben, im Auftrag eines Kandidaten - mutmaßlich Donald Trump - Schweigegeld an die Pornodarstellerin Stormy Daniels und ein ehemaliges Playmate gezahlt zu haben. Beide behaupten, Affären mit Trump gehabt zu haben. Diese unerlaubten Zahlungen sollten Schaden vom Wahlkampf eines Kandidaten abwenden, sagte Cohen. Auch wenn er Trumps Namen nicht nannte, war klar, wen er meinte.

Paul Begala, ehemaliger Berater von Bill Clinton im Weißen Haus, erklärt, was für ein Paukenschlag diese Aussage ist: "Der Mann, der mal gesagt hat, er würde sich für Trump in die Schusslinie werfen, hält jetzt eine Knarre an seinen Kopf."

Nach Urteilen gegen Cohen und Manafort: Gerät US-Präsident Trump in Bedrängnis?
tagesschau 12:00 Uhr, 22.08.2018, Verena Bünten, ARD Washington

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Abkehr von Trump

Cohen galt lange als loyal. Trumps Mann fürs Grobe. Er hat nun eine 180-Grad-Drehung hingelegt und einen Deal gemacht, um sich eine lange Gefängnisstrafe zu ersparen. Cohen hat sich in insgesamt acht Punkten schuldig bekannt, darunter Steuerhinterziehung und Falschaussage gegenüber einer Bank.

Etappensieg für Sonderermittler

Fast zur gleichen Zeit wurde vier Autostunden weiter südlich der ehemalige Trump-Wahlkampfmanager Paul Manafort in acht von 18 Anklagepunkten schuldig gesprochen, darunter Steuerhinterziehung, Bankbetrug und das Verschweigen von Auslandskonten.

Dieses Verfahren ist das erste, das sich aus den Untersuchungen von Sonderermittler Robert Mueller ergeben hat. Mueller untersucht eine mögliche Einmischung Russlands in die letzte Präsidentschaftswahl.

"Der Stand des Sonderermittlers ist stärker, als er es ohne diesen Schuldspruch gewesen wäre", sagt Juraprofessorin Jessica Roth. "Wir wissen nicht, ob Paul Manafort Informationen hat, die Trump bei der Mueller-Ermittlung belasten könnten" Es gebe viele offene Fragen.

Trump: "Das hat nichts mit mir zu tun"

Auf dem Weg zu einer Wahlkampfveranstaltung bezeichnete Donald Trump die Untersuchungen von Sonderermittler Mueller einmal mehr als Hexenjagd und verteidigte seinen ehemaligen Wahlkampfmanager Manafort als guten Mann: "Ich finde das traurig. Es geht da nicht um mich, aber es ist traurig was da passiert ist." Das Verfahren habe nichts mit geheimen Absprachen mit Russland zu tun.

Verena Bünten, ARD Washington, zum steigenden Druck auf Trump
Morgenmagazin, 22.08.2018

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Mehr Informationen über US-Präsidenten

Wie sehr das alles am Ende Trump schaden kann, wie gefährlich ihm das werden kann, ist noch nicht klar. Es kommt unter anderem darauf an, welche Beweise, welches Dokumente Cohen und Manafort über Trump womöglich liefern.

Cohens Anwalt Lanny Davis deutet im Interview mit CNN an, dass sein Mandant wichtige Informationen liefern könne: "Ich glaube, dass er Informationen über Mr. Trump hat, die für Ermittler von Interesse sein könnten. Ich weiß, dass er die Wahrheit über Trump sagen will."

Alan Dershowitz, emeritierter Juraprofessor, mahnt, nicht zu schnell von einem Amtsenthebungsverfahren zu sprechen: "Heute war kein guter Tag für den Präsidenten oder das Weiße Haus. Aber die Totenglocken läuten zu früh."

Schutz für Mueller gefordert

Richard Blumenthal, Senator der Demokraten, warnt: Der Kongress müsse sich nun schützend vor den Sonderermittler stellen. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Spekulationen, Trump könne versuchen, sich des für ihn unbequemen Sonderermittlers Mueller zu entledigen: "Ich glaube, dass meine republikanischen Kollegen sich irgendwann einer überparteilichen Anstrengung anschließen müssen, um unsere Demokratie zu retten." Die werde zunehmend bedroht, wenn der Präsident sich über das Gesetz stelle. "Wir haben einen Watergate-Moment", sagte Blumenthal.

Eins ist sicher: Die Russland-Ermittlungen und unangenehme Schlagzeilen von ehemaligen Vertrauten, die womöglich auspacken könnten, werden Trump weiter begleiten. Im November sind Kongresswahlen. Im September beginnt ein weiterer Prozess gegen Paul Manafort.

Über dieses Thema berichteten am 22. August 2018 das ARD-Morgenmagazin um 05:40 Uhr, die tagesschau um 06:30 Uhr und NDR Info um 06:50 Uhr.

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