Rechtsberater von Präsident Trump: Don McGahn | Bildquelle: JIM LO SCALZO/EPA-EFE/REX/Shutte

USA Weiterer Trump-Berater verlässt Weißes Haus

Stand: 30.08.2018 09:01 Uhr

US-Präsident Trump verliert erneut einen wichtigen Mitarbeiter. Rechtsberater Don McGahn verlässt das Weiße Haus, kündigte der Präsident per Twitter an. Über die Gründe des Abgangs wird spekuliert.

Der Rechtsberater des Weißen Hauses Don McGahn wird seinen Posten im Herbst räumen. McGahn werde das Weiße Haus nach der Wahl Brett Kavanaughs zum neuen Obersten Richter verlassen, schrieb US-Präsident Donald Trump auf Twitter. Das Bestätigungsverfahren für Kavanaugh beginnt in der kommenden Woche.

"Ich habe seinen Dienst wirklich geschätzt"

Für den bislang führenden Anwalt des Weißen Hauses fand Trump auf Twitter nur lobende Worte: "Ich habe lange Zeit mit Don gearbeitet und seinen Dienst wirklich geschätzt!"

Die Position des Rechtsberaters ist eine der entscheidendsten und zugleich öffentlich am wenigsten sichtbaren Ämter im Weißen Haus. Der Rechtsberater ist an einer ganzen Reihe von Entscheidungen beteiligt - von politischen und Personalfragen bis hin zu solchen der nationalen Sicherheit.

Welche Rolle spielt Sonderermittler Mueller?

Der 50-jährige McGahn war eine entscheidende Figur beim Umbau der Bundesjustiz mit jungen, konservativen Richtern. Eine zentrale Rolle spielte er im Zusammenhang mit der Entlassung von Sicherheitsberater Michael Flynn. Auch an der Rücknahme einer Reihe von Regulierungen aus der Ära von Trumps Vorgänger Barack Obama wirkte McGahn mit.

Rechtsberater von Präsident Trump: Don McGahn | Bildquelle: AP
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Geht: Trump-Rechtsberater Don McGahn.

Im vergangenen Jahr allerdings wurde ein Konflikt zwischen ihm und dem Präsidenten öffentlich: Damals drohte McGahn mit Rücktritt, sollte Trump weiterhin die Entlassung von Sonderermittler Robert Mueller verfolgen, der eine mögliche Einmischung Russlands in den US-Wahlkampf untersucht.

McGahn erklärte sich zu einer Befragung durch Muellers Team bereit und sprach bereits mindestens drei Mal mit den Ermittlern. Erst kürzlich hatte die "New York Times" ausführlich über die Zusammenarbeit McGahns mit Muellers Ermittlern berichtet.

Dritter Berater-Rücktritt in diesem Jahr

McGahns Rückzug ist nur der jüngste in einer ganzen Reihe spektakulärer Abgänge im Weißen Haus. Allein in diesem Jahr hat Präsident Trump mit Wirtschaftsberater Gary Cohn und dem Nationalen Sicherheitsberater H.R. McMaster zwei wichtige Zuarbeiter aus dem engsten Kreis verloren.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 30. August 2018 um 01:00 Uhr in den Nachrichten.

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