Palmen biegen sich an Floridas Küsten im Wind. | Bildquelle: dpa

US-Golfküste Kind in Tropensturm "Gordon" getötet

Stand: 05.09.2018 13:30 Uhr

Der Tropensturm "Gordon" hat das US-Festland erreicht und für Überschwemmungen und Stromausfälle gesorgt. Ein Kind wurde getötet. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen den Notstand aus.

Der Tropensturm "Gordon" ist im Süden der USA auf Land getroffen. Der Sturm brachte Überschwemmungen und Stromausfälle und hat Medienberichten zufolge bereits ein Menschenleben gefordert: In Florida starb ein Kind, als ein Baum auf einen Wohnwagen stürzte, wie der Wetterdienst mitteilte.

Nach Angaben des US-Hurrikanzentrums traf "Gordon" kurz nach 22 Uhr (Ortszeit) im Grenzgebiet der Bundesstaaten Alabama und Mississippi in der Nähe der Stadt Biloxi auf Land. Dabei erreichte der Sturm Windgeschwindigkeiten von 110 Kilometern pro Stunde und ist damit knapp unter Hurrikan-Stärke. Bevor "Gordon" anlandete, hatte er im Golf von Mexiko noch an Stärke zugelegt.

Ein Auto fährt über eine durch den Sturm überflutete Straße. | Bildquelle: AFP
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Durch "Gordon" kam es zu zahlreichen Überschwemmungen - wie hier in Dauphin Island, Alabama.

24.000 Menschen ohne Strom

Für den Küstenabschnitt östlich von New Orleans (Louisiana) und das Grenzgebiet zwischen Alabama und Florida wurde eine Hurrikanwarnung ausgerufen. Für Teile der Küste von Alabama und Mississippi warnten die Behörden auch vor Sturmfluten. Der Tropensturm hatte in Florida und Alabama bereits für Überschwemmungen gesorgt. Insgesamt waren rund 24.000 Menschen ohne Strom. Die Gouverneure von Mississippi und Alabama riefen für die betroffenen Regionen den Notstand aus.

In New Orleans rief die Bürgermeisterin zu freiwilligen Evakuierungen für einige Stadtteile außerhalb der Deiche auf. Schleusen wurden CNN zufolge wegen des erwarteten Starkregens geschlossen. New Orleans liegt knapp westlich des direkt vom Sturm betroffenen Küstengebiets. Die Stadt war 2005 extrem hart vom Hurrikan "Katrina" getroffen worden.

Von einer solchen Stärke ist "Gordon" jedoch weit entfernt. "Gordon" hatte sich im Atlantik gebildet und war am Montag über die Südspitze Floridas in den Golf von Mexiko gezogen. Meteorologen erwarten, dass der Sturm im Laufe des Mittwochs weiter ins Landesinnere zieht.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 05. September 2018 um 18:07 Uhr.

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