Tausende Iraker nehmen in Bagdad an einem Trauermarsch für den getöteten iranischen General Soleimani teil. | Bildquelle: REUTERS

Getöteter iranischer General Trauer und Wut im Irak

Stand: 04.01.2020 12:24 Uhr

In Bagdad haben Tausende Iraker um den getöteten iranischen General Soleimani getrauert - unter ihnen auch hochrangige Politiker. Die Menge rief anti-amerikanische Parolen wie "Tod für Amerika".

Tausende Iraker haben an einem Trauerzug für den iranischen General Kassem Soleimani teilgenommen. An der Prozession nahmen unter anderem der geschäftsführende irakische Regierungschef Adel Abdel Mahdi und weitere hochrangige Politiker teil. Soleimani, Kommandeur der iranischen Al-Kuds-Brigaden, war in der Nacht zum Freitag auf Anordnung von US-Präsident Donald Trump bei einem Angriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden.

Militärfahrzeuge transportierten Särge mit den Leichen Soleimanis und der sieben weiteren Todesopfer. Angeführt wurde der Zug nach Augenzeugenberichten von irakischen Milizionären, die irakische Flaggen schwenkten sowie Banner von Milizen, die vom Iran unterstützt werden.

Trauer-Zug für iranischen General Soleimani im Irak
tagesschau 16:00 Uhr, 04.01.2020, Michael Stocks, SWR

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Menge rief "Tod für Amerika"

Einige Trauernde riefen anti-amerikanische Parolen und forderten Vergeltung für den Raketenangriff. "Tod für Amerika", skandierten einige. Am Himmel flogen Militärhubschrauber der irakischen Armee.

Eine weitere Prozession ist in der irakischen Stadt Kerbela geplant. Soleimanis Leiche soll dann zur Beisetzung in den Iran transportiert werden. Die sieben anderen Todesopfer sollen in Nadschaf im Südirak beigesetzt werden. Die Stadt zählt zu den heiligsten Städten für schiitische Muslime.

Unklarheit über neuen Luftangriff

Unklarheit herrscht über einen weiteren mutmaßlichen Luftangriff auf Fahrzeuge nördlich von Bagdad. Laut irakischem Staatsfernsehen wurde am frühen Morgen (Ortszeit) ein Konvoi der Hasched-al-Schaabi-Milizen angegriffen. Die Attacke nördlich von Bagdad habe sich gegen einen Kommandeur der Miliz gerichtet.

Das US-Militär teilte hingegen mit, das Bündnis habe in den vergangenen Tagen keine Luftangriffe nördlich der irakischen Hauptstadt Bagdad geflogen. Auch das irakische Militär dementierte Berichte über einen Angriff.

Trump verteidigt Tötung Soleimanis

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor versichert, er wolle weder einen Krieg mit dem Iran, noch einen Regimewechsel in Teheran. "Wir haben vergangene Nacht gehandelt, um einen Krieg zu stoppen", sagte er. "Wir haben nicht gehandelt, um einen Krieg zu beginnen." Der Iran müsse aber seine Aggressionen im Nahen Osten und die "Destabilisierung" seiner Nachbarn "jetzt" beenden.

Über dieses Thema berichteten am 04. Januar 2020 tagesschau24 um 11:00 Uhr und die tagesschau um 12:00 Uhr.

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