Hunderttausende Iraner nehmen am Trauerzug für Soleimani in Teheran teil. | Bildquelle: AFP

Iran Gebete für Soleimani - Warnungen an die USA

Stand: 06.01.2020 07:54 Uhr

In Teheran haben sich Hunderttausende zu Trauerfeiern für den von den USA getöteten General Soleimani versammelt. Auch Irans Geistliches Oberhaupt Chamenei nahm an dem Gebet teil. Soleimanis Tochter kündigte "schwarze Tage" für die USA an.

Hunderttausende Menschen haben sich in Teheran zu einer Trauerzeremonie für den bei einem US-Angriff getöteten General Kassem Soleimani versammelt. Die in schwarz gekleideten Menschen kamen nahe der Universität von Teheran zusammen. Dort hielt das Geistliche Oberhaupt des Iran, Ayatollah Ali Chamenei, ein Gebet für Soleimani. Auch Irans Präsident Hassan Ruhani, Außenminister Mohammed Dschawad Sarif und Ismail Haniyeh von der palästinensischen Hamas nahmen an den Feierlichkeiten teil.

Die Zeremonie wurde auf fast allen Fernsehkanälen des Landes live übertragen. Chamenei hatte kurz nach der Tötung des Generals bei dem US-Drohnenangriff nahe des Flughafens von Bagdad eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

Lage im Nahen Osten droht zu eskalieren
tagesschau 14:00 Uhr, 06.01.2020, Daniel Hechler, ARD Kairo

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Soleimanis Tochter spricht von "Märtyrertod"

In der Menge wurden viele iranische und rote Fahnen geschwenkt. Dabei gilt Rot im Iran als die Farbe der "Märtyrer". Die Rufe "Nieder mit Amerika" und "Tod Israel" erschallten. 

Bei den Trauerfeierlichkeiten sprach auch Soleimanis Tochter. Sie warnte die USA, es stehe ein schwarzer Tag bevor. "Verrückter Trump, denke nicht, dass mit dem Märtyrertod meines Vaters alles vorbei ist", sagt Seinab Soleimani. General Soleimani hatte die für Auslandseinsätze zuständigen Al-Kuds-Brigaden der iranischen Revolutionsgarden befehligt und besaß auch großen politischen Einfluss im Nahen Osten.

Nach dem Gebet an der Universität soll Soleimanis Leiche zum Asadi-Platz im Westen Teherans transportiert werden. Auch entlang der fast drei Kilometer langen Strecke werden Medienberichten zufolge Hunderttausende Menschen erwartet, um Abschied von dem getöteten Kommandeur zu nehmen.

Trauernde halten Bilder des getöteten Generals Soleimani in den Händen | Bildquelle: AP
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In Teheran ist heute Feiertag, damit möglichst viele Menschen an den Trauerfeierlichkeiten teilnehmen können.

Örtlicher Feiertag für die Trauerfeiern

Die Regierung hat den Montag in Teheran zum örtlichen Feiertag erklärt, damit dort alle Menschen an der Zeremonie teilnehmen können. Mehrere Straßen in der Stadtmitte wurden wegen der erwarteten Menschenmassen für Autos gesperrt, Schulen und Hochschulen blieben geschlossen. Von Teheran aus sollte der Leichnam dann in die schiitische Hochburg Ghom gebracht werden. Auch dort war eine Zeremonie vor einem Mausoleum geplant. Die Beisetzung Soleimanis findet voraussichtlich am Dienstag in seinem Geburtsort Kerman im Südostiran statt. Auch in Kerman hat die Regierung den Dienstag zum örtlichen Feiertag erklärt.

Schon am Sonntag hatten Hunderttausende Iraner an zwei Trauerzügen für Soleimani in Ahwas im Südwestiran und in der Heiligen Stadt Maschad im Nordostiran teilgenommen. Luftbilder aus beiden Städten zeigten gewaltige Menschenmassen und kilometerlange Schlangen.

Mit Informationen von Karin Senz, ARD-Studio Istanbul

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 06. Januar 2020 um 08:00 Uhr.

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