Transgender Jennifer Sims zeigt ihre Uniform der US-Armee | Bildquelle: dpa

Dienst in US-Armee Gericht stoppt Trumps Transgender-Bann

Stand: 11.12.2017 23:01 Uhr

US-Präsident Trump ist mit seinem Versuch gescheitert, die Aufnahme von Transgender in die US-Armee ab dem 1. Januar zu verhindern. Ein Gericht lehnte einen Antrag auf Verschiebung der Aufnahme ab. Das Pentagon will dem Urteil folgen. Trump dagegen will nicht klein beigeben.

Nach einem Gerichtsentscheid muss das US-Militär mit Beginn des nächsten Jahres Transgender aufnehmen. Eine Bundesrichterin in Washington lehnte einen Antrag der Regierung von Präsident Donald Trump ab, die Aufnahme zu verschieben. Transgender sollen sich damit vom 1. Januar an verpflichten dürfen.

Trumps Sprecherin sagte, das Weiße Haus prüfe nun seine rechtlichen Möglichkeiten, um der Politik des Präsidenten Geltung zu verschaffen. Ungeachtet dessen kündigte das Pentagon die Aufnahme von Transgender ab Jahresbeginn an.

Als Transgender werden Menschen bezeichnet, die sich nicht - oder nicht nur - mit dem Geschlecht identifizieren, das bei ihrer Geburt notiert wurde.

Transgender US-Soldat Jennifer Peace hält eine US-Flagge in ihren Armen. | Bildquelle: dpa
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Jennifer Peace stellte während ihres Dienstes für die US-Armee fest, dass sie Transgender ist.

Abkehr von der Politik Obamas

Trump wollte ihnen die Aufnahme ins Militär verbieten. Im Juli kündigte er an, eine Entscheidung seines Vorgängers Barack Obama rückgängig machen zu wollen.

Das Bundesgericht in Washington stoppte seine Anordnung aber im Oktober per einstweiliger Verfügung. Die Richterin Colleen Kollar-Kotelly erklärte damals, dass der Ausgang gerichtlicher Klagen gegen die Maßnahme abgewartet werden solle. Es sei wahrscheinlich, dass die Militärangehörigen, die die Regierung wegen des Verbots verklagt hatten, ihren Prozess gewinnen werden.

Trumps Regierung argumentierte daraufhin, dass die für die Aufnahme gesetzte Frist bis zum 1. Januar problematisch sei, weil das Personal in den Streitkräften erst noch geschult werden müsse. Kollar-Kotelly wies dies nun zurück. Das Militär habe genug Zeit gehabt, sich darauf einzustellen, erklärte sie.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 12. Dezember 2017 um 00:00 Uhr.

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