Dieser Screenshot eines auf Social Media geteilten Videos zeigt die Wucht des Tornados in Luxemburg (Yves Reiff via Reuters). | Bildquelle: YVES REIFF via REUTERS

Luxemburg Wirbelsturm verursacht schwere Schäden

Stand: 10.08.2019 02:37 Uhr

Eine Windhose hat in Luxemburg schwere Schäden verursacht. Es gab mehrere Verletzte. Auch in Teilen Deutschlands tobten heftige Unwetter. Ein Blitzeinschlag verletzte 15 Fußballer beim Training.

Im Südwesten von Luxemburg hat eine Windhose am Freitag schwere Schäden angerichtet. 14 Menschen wurden nach Angaben der luxemburgischen Regierung verletzt, davon zwei schwer. Besonders hart getroffen habe es den Ort Petingen und Kaerjeng. Dort wurden einer offiziellen Mitteilung zufolge insgesamt rund 160 Häuser beschädigt oder abgedeckt. Mehr als 1000 Notrufe gingen innerhalb weniger Minuten bei Polizei und Feuerwehr ein.

In den beiden Orten wurden Notunterkünfte für Bürger eröffnet, die durch den Wirbelsturm obdachlos wurden. Die Polizeipräsenz in den Orten sei verstärkt worden, hieß es weiter. Der Krisenstab warnte die Bevölkerung davor, sich in die Nähe von umgestürzten Strommasten zu begeben. Die Stromversorgung des Großherzogtums sei jedoch nach einigen lokalen Ausfällen nicht gefährdet.

Tornado verursacht schwere Schäden
tagesschau 09:50 Uhr, 10.08.2019

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Regierungschef Bettel reagiert

Regierungschef Xavier Bettel teilte über Twitter mit, es sei ein Krisenstab eingerichtet worden. "Die Regierung hilft den Betroffenen", schrieb er. Es sei gesichert, dass es sich um einen Tornado gehandelt habe, sagte der Meteorologe Marco Manitta vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Dies belegten zahlreiche Bilder und Videoaufnahmen aus unterschiedlichen Quellen, erklärte er.

Ein Sprecher der Luxemburger Polizei berichtete von einer "Schneise der Verwüstung", die sich fünf, sechs oder sieben Kilometer weit ziehe. Mehrere Gebäude seien unbewohnbar und Notunterkünfte eingerichtet. Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz. "Alle verfügbaren Einheiten und Hilfsdienste sind vor Ort", sagte der Sprecher.

Auch in Deutschland heftige Unwetter

Auch auf deutscher Seite - im benachbarten Saarland, in Rheinland-Pfalz sowie Baden-Württemberg - gab es den Angaben zufolge schwere Unwetter. In Rheinland-Pfalz waren besonders die Städte Neuwied und Koblenz betroffen. Hier wurden Gullydeckel aufgeschwemmt und Straßen teils überflutet, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Koblenz sagte.

In Baden-Württemberg verzögerte sich der Anstoß des DFB-Pokalspiels zwischen den Fußballclubs SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach wegen eines Gewitters.

Beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach fiel aufgrund der Unwetter kurzzeitig das Flutlicht aus. | Bildquelle: dpa
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Beim DFB-Pokalspiel zwischen dem SV Sandhausen und Borussia Mönchengladbach fiel aufgrund der Unwetter kurzzeitig das Flutlicht aus.

Blitzeinschlag verletzt Fußballteam

Bei heftigem Regen war zwischenzeitlich auch das Flutlicht im Hardtwald-Stadion des Fußball-Zweitligisten Sandhausen ausgegangen. Die Zuschauer in den unteren Rängen wurden gebeten, sich in Sicherheit zu bringen.

Bei einem Blitzeinschlag im baden-württembergischen Rosenfeld-Heiligenzimmern wurden 15 Fußballer verletzt. Der Blitz schlug während des Trainings am Freitagabend in der Nähe des Sportplatzes ein, wie ein Polizeisprecher sagte. Dadurch erlitten die Spieler im Alter von 19 bis 48 Jahren leichte Verletzungen. Eine Person war kurzzeitig bewusstlos. Ein Großaufgebot an Sanitätern kam zu dem Sportplatz und brachte die Fußballer vorsorglich ins Krankenhaus.

Noch bis Samstagmorgen seien südlich von Offenburg immer wieder Gewitter zu erwarten. «Am Samstag geht es dann in Südostbayern weiter. Doch mit geringerem Unwetterpotenzial als heute - auch im Bereich der Nordseeküste könne es ungemütlich werden.»

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 10. August 2019 um 06:00 Uhr.

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