Ex-CIA-Agent Tony Mendez | Bildquelle: dpa

Bekannt aus dem Film "Argo" CIA-Agent Tony Mendez gestorben

Stand: 21.01.2019 07:41 Uhr

Ben Affleck setzte ihm in "Argo" ein filmisches Denkmal - nun ist der an der Rettung von US-Diplomaten aus iranischer Geiselhaft beteiligte Ex-CIA-Agent Antonio "Tony" Mendez gestorben.

Der durch die spektakuläre Rettung mehrerer US-Diplomaten aus dem Iran bekannt gewordene frühere CIA-Agent Tony Mendez ist gestorben. Das berichten US-Medien unter Berufung auf eine Mitteilung der Familie.

Mendez' Rolle bei der Rettungsaktion vor 40 Jahren war im Hollywood-Blockbuster "Argo" (2012) beleuchtet worden. In dem Film spielt Ben Affleck den CIA-Agenten und führt auch Regie. "Argo" gewann den Oscar als Bester Film.

Beileid von Pompeo und Affleck

Mendez starb den Berichten zufolge bereits am Samstag im Alter von 78 Jahren in einer Einrichtung für betreutes Wohnen im US-Bundesstaat Maryland. Er war demnach an Parkinson erkrankt. US-Außenminister Mike Pompeo bekundete sein Beileid via Twitter. "Er war ein außerordentlich begabter Geheimdienstler", schrieb Pompeo über Mendez.

Dieser hatte nach seinem Ausscheiden aus dem US-Auslandsgeheimdienst im Jahr 1990 mehrere Memoiren veröffentlicht. Darin beschrieb Mendez auch seine Rolle bei der Rettung von sechs amerikanischen Diplomaten aus Teheran während der Besetzung der dortigen US-Botschaft im Jahr 1979.

Die Diplomaten waren als kanadische Film-Crew ausgegeben worden und konnten so fliehen. Mendez sei ein "wahrer amerikanischer Held" gewesen, schrieb Affleck auf Twitter. "Er suchte nie das Rampenlicht für seine Taten, er versuchte lediglich, seinem Land zu dienen."

Mendez war erfolgreich

1979 hatten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran besetzt, um gegen die Aufnahme des gestürzten Schahs Reza Pahlavi in den USA zu demonstrieren. Anders als die getarnten Diplomaten kamen die als Geiseln genommenen Botschaftsangehörigen erst nach 444 Tagen frei.

Wegen der Botschaftsbesetzung brachen die USA die diplomatischen Beziehungen zu Iran ab.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 21. Januar 2019 um 06:00 Uhr.

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