US-Fallschirmjäger vor einem Tranportflugzeug | Bildquelle: dpa

Konflikt mit dem Iran USA schicken weitere Soldaten nach Nahost

Stand: 03.01.2020 20:41 Uhr

In der Krise zwischen den USA und dem Iran stehen die Zeichen weiter auf Eskalation. Washington will etwa 3000 weitere Soldaten in die Region entsenden. UN-Chef Guterres warnt: "Die Welt kann sich keinen weiteren Golfkrieg leisten."

Nach der Tötung des iranischen Elite-Generals Kassem Soleimani wollen die Vereinigten Staaten Tausende zusätzliche Soldaten in den Nahen Osten verlegen. Ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums sagte, es würden zwischen 3000 und 3500 Soldaten in die Region geschickt.

Aus Washingtoner Regierungskreisen verlautete, dies sei eine Vorsichtsmaßnahme angesichts einer verstärkten Bedrohung für US-Kräfte in der Region. Die Truppen der 82. Luftlandedivision schließen sich demnach den rund 750 Soldaten an, die in den vergangenen Tagen schon nach Kuwait geschickt wurden.

Iran droht mit "schwerer Vergeltung"

Der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Iran hatte den USA zuvor "schwere Vergeltung am richtigen Ort zur richtigen Zeit" angedroht. Der "kriminelle" Angriff auf Soleimani sei "der größte Fehler", den die USA in der Region begangen hätten, teilte der Nationale Sicherheitsrat mit. "Amerika wird den Konsequenzen dieser Fehleinschätzung nicht einfach ausweichen können", erklärte das höchste iranische Gremium für Verteidigungsangelegenheiten.

Unmittelbar nach dem Angriff hatte Irans geistliches Oberhaupt Ayatollah Ali Khamenei bereits Rache geschworen. Er drohte den "Verbrechern", die für den Tod Soleimanis verantwortlich seien, mit "schwerer Vergeltung". Zudem rief er eine dreitägige Staatstrauer aus.

Natalie Amiri, BR, mit Einschätzungen zur Reaktion des Iran
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.01.2020

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Trump verteidigt Entscheidung

Die USA sprachen von einem Akt der Selbstverteidigung und forderten Teheran zur Deeskalation auf. Präsident Donald Trump erklärte auf Twitter, Soleimani sei für den Tod von "Tausenden Amerikanern" verantwortlich. Er habe noch "viele weitere" töten wollen, sei nun aber "erwischt" worden.

"Er war direkt und indirekt verantwortlich für den Tod von Millionen Menschen, inklusive der großen Zahl jüngst im Iran selbst getöteter Demonstranten." Weiter schrieb Trump: "Er hätte vor vielen Jahren getötet werden sollen."

US-Außenminister Mike Pompeo rief den Iran auf, sich nun wie ein normales Land zu verhalten und keine Terroristen mehr zu fördern. Sollte Iran einen anderen Weg verfolgen, sei die US-Regierung bereit, "angemessen zu antworten", sagte er dem Sender Fox News. Zugleich betonte er: "Wir wollen keinen Krieg mit dem Iran."

Stefan Niemann, ARD Washington, mit Einzelheiten zu Trumps Entscheidung
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.01.2020

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Warnung vor neuem Golfkrieg

Weltweit wächst die Sorge, dass die Krise zu einer militärischen Konfrontation in der Region führt. UN-Generalsekretär António Guterres rief die Staats- und Regierungschefs zu "maximaler Zurückhaltung" auf.

"Die Welt kann sich keinen weiteren Golfkrieg leisten", sagte Guterres laut einer Mitteilung der Vereinten Nationen. Er habe sich immer für eine Deeskalation in der Golfregion eingesetzt und die jüngste Eskalation beunruhige ihn zutiefst, sagte der UN-Chef weiter.

Besorgt äußerte sich auch Bundesaußenminister Heiko Maas. "Die US-Militäroperation folgte auf eine Reihe gefährlicher Provokationen Irans. Es ist durch die Aktion aber nicht einfacher geworden, Spannungen abzubauen", teilte er mit.

Lobende Worte hingegen fand der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu. Soleimani sei verantwortlich für den Tod amerikanischer Bürger und vieler anderer Unschuldiger. US-Präsident Donald Trump habe schnell, kraftvoll und entschieden gehandelt.

Kundgebung von Polizisten in Teheran mit den Porträts von General Soleimani | Bildquelle: VIA REUTERS
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In Teheran halten Polizisten Porträts von General Soleimani in den Händen - und protestieren so gegen dessen Tötung durch die USA.

Landesweite Demonstrationen gegen USA

In fast allen Teilen des Irans kam es zu Kundgebungen gegen die Vereinigten Staaten. In Teheran und anderen Städten gingen Zehntausende Demonstranten auf die Straße. Sie protestierten im Anschluss an die Freitagsgebete. Teilnehmer riefen "Tod für Amerika" und zeigten Plakate mit Bildern Soleimanis. Viele ältere Männer und Frauen nahmen an den Protestzügen teil, einige hielten Porträts des geistlichen Oberhaupts Khamenei in die Höhe, andere trauerten offen um Soleimani und weinten.

"Den Begriff Sicherheit und Entspannung können die Amerikaner ab heute vergessen", sagte der ranghohe Kleriker Ahmad Chatami beim Freitagsgebet in Teheran. Trump könne sich darauf einstellen, dass der Iran "das Blut Soleimanis rächen" werde und "seine Tage in dunkle Nächte" umwandeln werde, sagte der Geistliche, der den Hardlinern im Land nahe steht.

Soleimani war in der Nacht zu Freitag bei einem US-Angriff nahe des Flughafens von Bagdad getötet worden. Er war Kommandant der berüchtigten Al-Kuds-Brigaden, die zu den iranischen Revolutionsgarden gehören und für Auslandseinsätze zuständig sind.

Soleimanis Rolle im Nahen Osten und als Anführer der Al-Kuds Brigaden
tagesthemen 21:45 Uhr, 03.01.2020, Natalie Amiri, BR

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Januar 2020 um 20:00 Uhr.

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