Ein Polizist hält Autos vor einer Autobahnauffahrt bei Innsbruck, Österreich an. | Bildquelle: dpa

Tirol zieht Zwischenbilanz "Fahrverbote wirken"

Stand: 08.08.2019 15:18 Uhr

Staufreie Ortschaften, die zur Entlastung der Anwohner führen - Tirol hat eine erste Bilanz der Fahrverbote gezogen und sie fällt durchweg positiv aus. Betroffen waren bisher etwa 3000 Autofahrer.

Rund sechs Wochen nach Einführung von regionalen Fahrverboten hat das österreichische Bundesland Tirol eine positive Zwischenbilanz gezogen. Sie zeigt: "Verstopfte Ortsdurchfahrten, die es selbst Rettungskräften mancherorts nicht mehr möglich machten, zum Einsatzort zu gelangen, gibt es nun nicht mehr", sagte Landeschef Günther Platter in einer Mitteilung. Seit die Fahrverbote in Kraft sind, habe es fast keine Behinderungen auf den Gemeindestraßen gegeben, die durch die betroffenen Ortschaften führen. "Unsere Maßnahmen zeigen Wirkung."

Insgesamt wurden auf 16 Teilstrecken Fahrverbote erlassen, auf den elf Teilstrecken um Innsbruck seien bisher 3000 Autofahrer zurückgewiesen worden, hieß es in der Mitteilung weiter. Dabei hätten sich die Autofahrer einsichtig gezeigt.

"Auf dem richtigen Weg"

Mehr noch: Die Urlauber selbst würden positiv auf die Fahrverbote reagieren. "Auch viele Urlaubsgäste sehen, dass wir in einigen Ortschaften zu manchen Zeiten einen kompletten Verkehrsstillstand hatten und dass es so nicht weitergehen konnte. Das zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind und die vorliegenden Zahlen belegen, dass die getroffenen Maßnahmen auch greifen", erklärte Platter.

Seit Ende Juni gelten im Großraum Innsbruck und in den Bezirken Reutte sowie Kufstein an Wochenenden Fahrverbote. Ziel ist es, dass die Reisenden nur die Autobahn und keine Ausweichrouten nutzen. Die Einschränkungen gelten noch bis zum 15 September.

Die Maßnahme hatte zu heftiger Kritik aus Deutschland geführt. Tirol pocht jedoch auf weitere Schritte wie eine Korridormaut von München bis Verona, um den Lkw-Verkehr über den stark belasteten Brenner einzudämmen.

Über dieses Thema berichtete B5 aktuell am 08. August 2019 um 17:12 Uhr.

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