Ein Mitarbeiter der Behörden in Singapur hält einen beschlagnahmten Stoßzahn eines afrikanischen Elefanten hoch. | Bildquelle: dpa

Elfenbein und Schuppen Singapur verhindert Mega-Schmuggel

Stand: 24.07.2019 11:27 Uhr

Der afrikanische Elefant und das Riesenschuppentier sind vom Aussterben bedroht. Trotzdem werden die Arten gejagt - aus Profitgier. In Singapur konnten Behörden Tonnen von Elfenbein und Schuppen beschlagnahmen.

Den Behörden in Singapur ist es gelungen, eine illegale Ausfuhr großen Ausmaßes von Elfenbein des afrikanischen Elefanten und den Schuppen von Riesenschuppentieren zu verhindern. Beide Tierarten gelten als vom Aussterben bedroht.

Am Sonntag waren nach Abgaben von Zoll, Nationalparkverwaltung und Einwanderungsbehörde drei Schiffe im Hafen von Singapur kontrolliert worden. Auf einem der Schiffe fanden die Beamten in drei Containern Säcke voller Elfenbein und den Schuppen. Laut Frachtpapieren sollte sich in den Containern Holz befinden, das aus dem Kongo nach Vietnam verschifft werden sollte.

Größter Elfenbein-Fund des Landes

Insgesamt stellten die Beamten rund 8,8 Tonnen Elfenbein im Wert von umgerechnet 11,5 Millionen Euro sicher. Die Behörden schätzen, dass das Elfenbein von etwa 300 Elefanten stammt. Laut der Nationalparkverwaltung handelt es sich um den bislang größten Fund des Landes.

Die insgesamt fast zwölf Tonnen Schuppen hätten im Verkauf einen Wert um die 32 Millionen Euro erzielt. Vor allem in China werden sie für medizinische Produkte verwendet. Die beschlagnahmten Schuppen stammen von rund 2000 der bedrohten Tiere.

Sowohl das Elfenbein als auch die Schuppen sollen nun laut Behörden vernichtet werden, damit beides nicht wieder auf den illegalen Handelsmarkt gelangen kann.

Singapur hat sich zum Artenschutz verpflichtet

Singapur gehört zu den rund 180 Staaten weltweit, die sich dem Washingtoner Artenschutzabkommen CITES angeschlossen haben. Das Land hat sich damit verpflichtet, die rund 5000 im Abkommen gelisteten Tiere, die als bedroht gelten, zu schützen.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 23. Juli 2019 um 20:00 Uhr.

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