Greta Thunberg spricht in Stockholm zum 2. weltweiten Aktionstag "Fridays for Future". | Bildquelle: dpa

"Fridays for Future" Greta Thunberg erhält Amnesty-Preis

Stand: 07.06.2019 09:54 Uhr

In der Gesellschaft von Mandela, Havel und Malala Yousafzai: Greta Thunberg wird von Amnesty International als "Botschafter des Gewissens" geehrt. Die 16-Jährige zeige, dass "wir mächtiger sind, als wir glauben", so Amnesty.

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg und die Bewegung "Fridays for Future" erhalten in diesem Jahr den wichtigsten Preis von Amnesty International. Es sei inspirierend, wie entschlossen junge Aktivisten in aller Welt auf die Klimakrise hinwiesen, teilte die Menschenrechtsorganisation mit. "Sie erinnern uns daran, dass wir mächtiger sind, als wir glauben, und dass wir alle eine Rolle dabei spielen müssen, die Menschenrechte gegen die Klimakatastrophe zu verteidigen", sagte Generalsekretär Kumi Naidoo.

Eine Preisverleihung ist laut Amnesty derzeit nicht geplant, man wolle Thunberg die Auszeichnung aber zu einem späteren Zeitpunkt offiziell überreichen. Die Organisation zitierte Thunberg mit den Worten, es sei eine große Ehre, die Auszeichnung stellvertretend für die Klimaschutzbewegung zu erhalten.

Die Ungerechtigkeit, dass die Menschen in den Ländern des Südens am wenigsten für die Klimakrise könnten, von dieser aber am stärksten betroffen seien, müsse bekämpft werden. "Menschenrechte und die Klimakrise gehen Hand in Hand. Wir können das eine nicht ohne das andere lösen", betonte Thunberg.

Greta Thunberg auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos | Bildquelle: dpa
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Auch beim Weltwirtschaftsforum in Davos protestierte Thunberg. (Archiv)

Protest vor dem schwedischen Reichstag

Die 16-jährige Thunberg protestiert seit August 2018 regelmäßig vor dem Reichstag in Stockholm dafür, dass Schweden mehr für den Klimaschutz tut. Aus ihrem Schulstreik ist eine internationale Klimaprotestbewegung mit Hunderttausenden Anhängern geworden.

Mit dem Ambassador of Conscience Award ("Botschafter des Gewissens") ehrt Amnesty Einzelpersonen und Gruppen, die sich für die Verteidigung der Menschenrechte einsetzen. Erster Preisträger 2003 war der tschechische Bürgerrechtler Vaclav Havel, es folgten unter anderen der südafrikanische Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela, die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai und der chinesische Künstler Ai Weiwei.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 07. Juni 2019 um 10:00 Uhr in den Nachrichten.

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