Wahlhelfer beim Auszählen der Stimmen in einem Tempel in der nördlichen Provinz von Chiang Mai. | Bildquelle: PONGMANAT TASIRI/EPA-EFE/REX

Wahl in Thailand Militärtreue liegen vor Opposition

Stand: 24.03.2019 18:28 Uhr

In der ersten Parlamentswahl Thailands nach dem Putsch liegen die regierenden Unterstützer des Militärs Hochrechnungen zufolge vorn. Die größte Oppositionspartei kommt knapp auf Platz zwei.

Nach Auszählung von 92 Prozent aller Stimmen bei der thailändischen Parlamentswahl hat die amtierende Militärregierung von General Prayut Chan-o-cha gute Chancen, sich im Amt zu halten. Die nach dem Putsch von 2014 gegründete Partei PPRP bekam dem Zwischenergebnis zufolge mehr als 7,5 Millionen Stimmen.

Die größte Oppositionspartei Pheu Thai um den früheren Premier Thaksin Shinawatra, den das Militär gestürzt hatte, kam auf sieben Millionen Stimmen. Auf dem dritten Platz liegt derzeit Future Forward des Unternehmers Thanathorn Juanggroongruangkit mit 5,1 Millionen Stimmen.

Wahlberechtigt sind mehr als 51 Millionen Menschen, unter ihnen etwa sieben Millionen Erstwähler.

Regierende Militärs bei Wahlen in Thailand vor Opposition
tagesschau 20:00 Uhr, 24.03.2019, Sandra Ratzow, ARD Singapur zzt. Bankgok

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Endergebnis erst in einigen Wochen

Genauere Zahlen wie die staatliche Wahlkommission Thailands allerdings erst Montag bekanntgeben. Bis das amtliche Endergebnis vorliegt, werden wohl mehrere Wochen vergehen.

Zur voraussichtlichen Sitzverteilung im Parlament gab es noch keine zuverlässigen Angaben. Ohnehin hat das Militär nach seiner Machtübernahme das Wahlrecht und die Verfassung Thailands geändert. Es besetzt alle 250 Sitze im Oberhaus, dem Senat - zur Wahl standen die 500 Sitze des Unterhauses. Beide Kammern wählen gemeinsam den Premierminister. Prayut bräuchte also die Stimmen von 126 Abgeordneten, um sich an der Macht zu halten.

Erklärung des Königs Vajralongkorn

Die Parlamentswahl war mehrfach verschoben worden. Die Militärregierung hatte Bedenken geäußert, dass die Vorbereitungen für die Wahl mit den Planungen für die vom 4. bis 6. Mai geplante Krönung von König Maha Vajiralongkorn kollidieren könnten.

Thailands König Maha Vajiralongkorn bei einer Zeremonie in Bangkok | Bildquelle: AFP
galerie

König Maha Vajiralongkorn bei einer Zeremonie in Bangkok (Archivbild).

Dieser wandte sich unmittelbar vor der Wahl in einer Botschaft an das Volk: "Um eine ganze Nation zu befrieden, müssen nicht alle Bürger gute Leute sein. Aber sie müssen gute Führer für die Nation unterstützen und verhindern, dass schlechte Leute an die Macht kommen", hieß es in einer Erklärung, die im Fernsehen verlesen wurde. Einige werteten dies als Geste der Unterstützung an die Militärs.

Zuvor hatte der thailändische König bereits seiner Schwester, Prinzessin Ubolratana, die Spitzenkandidatur für eine Partei aus dem Umfeld des Ex-Premiers Thaksin verboten. Sie wäre Beobachtern zufolge eine starke Konkurrentin für General Prayut gewesen. Offiziell steht das Königshaus in Thailand jedoch über der Politik. Ubolratana entschuldigte sich später in einer Botschaft in den Sozialen Netzwerken, dass sie "unnötigerweise" Probleme bereitet habe.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 24. März 2019 um 20:00 Uhr.

Darstellung: