Ein Strand auf der thailändischen Insel Ko Samui | Bildquelle: dpa

Thailand Zehntausende fliehen vor Tropensturm

Stand: 03.01.2019 13:57 Uhr

Thailand droht der möglicherweise schlimmste Tropensturm seit Jahrzehnten: "Pabuk" wird in den kommenden Tagen auch Urlaubsinseln wie Ko Samui und Phuket treffen. Zehntausende Menschen brachten sich in Sicherheit.

Angesichts des womöglich schlimmsten Tropensturms seit Jahrzehnten haben Zehntausende Menschen im Süden Thailands ihre Wohnungen verlassen und Schutz gesucht. Die Einwohner an der Küste der Provinz Nakorn Si Thammarat, an der "Pabuk" auf Land traf, würden in Sicherheit gebracht, teilte das Katastrophenschutzministerium mit.

Tropensturm "Pabuk" nimmt Kurs auf Thailand
tagesschau24 14:00 Uhr, 03.01.2019

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Auch viele Urlauber flohen vor dem Sturm. In den kommenden Tagen werde "Pabuk" bei Touristen beliebte Urlaubsregionen wie Phuket und Krabi treffen, so das Ministerium. Besonders betroffen sein soll unter anderem die Provinz Surat Thani mit den Inseln Ko Samui, Ko Tao und Ko Phangan.

"Pabuk" ist der erste Tropensturm seit rund 30 Jahren, der die Region außerhalb der Monsunzeit erreicht. Befürchtungen zufolge könnte "Pabuk" der schwerste Sturm in Thailand seit 1989 werden, als Taifun "Gay" mehr als 400 Menschen das Leben kostete.

Fischerboote sind in Erwartung des Sturms "Pabuk" in einem Hafen in der Provinz Pattani in Sicherheit gebracht | Bildquelle: REUTERS
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Diese Fischerboote wurden in einem Hafen der südthailändischen Provinz Pattani in Sicherheit gebracht.

Wohl kein Taifun

"Pabuk" bewegte sich mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 104 Kilometern pro Stunde auf den Golf von Thailand zu. Der thailändische Wetterdienst warnte vor starkem Regen und bis zu sieben Meter hohen Wellen. Normalerweise seien die Wellen im Golf von Thailand nur zwei Meter hoch, sagte Wetterdienstchef Phuwieng Prakammaintara. 

Die Meteorologen gehen zwar nicht davon aus, dass der Sturm Taifun-Stärke erreichen wird. Weil Vorhersagen aber schwierig sind, sollen sich die Menschen unbedingt an die Empfehlungen der Behörden halten.

Inseln "fast leer"

Die Behörden auf Koh Samui haben angekündigt, Notunterkünfte für Urlauber einzurichten, die trotz des Sturms auf der Insel bleiben wollen oder keinen Platz mehr auf einer der Fähren ergattern konnten, bevor diese ab dem Abend ihren Betrieb einstellen. Bangkok Airways sagte für morgen alle Flüge von und nach Koh Samui ab.

Auf Ko Phangan und Ko Tao, wo der Sturm Freitagnacht erwartet wird, packten Tausende Menschen schon am Mittwoch ihre Sachen. Die Inseln seien inzwischen "fast leer", sagte der Verwaltungschef von Ko Phangan, Krikkrai Songthanee. Seit Silvester hätten sie 30.000 bis 50.000 Menschen verlassen. Der Bürgermeister von Ko Tao sagte, die Schiffe nach Chumphon auf dem Festland seien überfüllt. Auf der vor allem bei Tauchern beliebten Insel harren demnach aber noch einige tausend Urlauber aus, die dem Unwetter trotzen wollen.

Im ganzen Süden Thailands wird mit heftigen Regenfällen gerechnet, auch in den Urlaubsregionen an der Andamanensee wie Phuket oder Krabi sowie in den südlichsten Provinzen Pattani, Narathiwat und Yala.

Der für seine unberührten Strände und Buchten berühmte Similan-Nationalpark bleibt bis Samstag vorsichtshalber für Touristen gesperrt.

Russischer Tourist ertrunken

Auf Ko Samui ertrank am Mittwoch ein russischer Tourist. Laut Polizei war er mit seiner Familie trotz des Badeverbots am Strand schwimmen gegangen. Der Fernsehsender PBS berichtete, er habe seine in Not geratene Tochter retten wollen. Die Tochter überlebte demnach, doch der Vater wurde gegen Felsen geschleudert, verlor das Bewusstsein und konnte nicht mehr wiederbelebt werden.

Thailands Wirtschaft hängt stark vom Tourismus ab. In diesem Jahr rechnet das südostasiatische Königreich mit einer Rekordzahl von 40 Millionen Besuchern.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 03. Januar 2019 um 14:30 Uhr.

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