Höhlenrettung | Bildquelle: AFP

Eingeschlossene Fußballer Thailändischer Höhlenretter gestorben

Stand: 28.12.2019 13:37 Uhr

Anderthalb Jahre nach der Rettung einer Fußballmannschaft aus einer thailändischen Höhle ist ein weiteres Todesopfer zu beklagen: Einer der Retter erlag einer Infektion, die er sich damals zugezogen hatte.

Er gehörte zu den Rettern, die vor anderthalb Jahren ein eingeschlossenes Jugend-Fußballteam aus einer Höhle in Thailand befreiten: der Unteroffizier Beirut Pakbara. Er ist nun an einer Blutinfektion gestorben, die er sich bei der Bergungsaktion vor anderthalb Jahren zugezogen hatte. Das teilte die thailändische Marine am Abend auf Facebook mit. Sein Zustand habe sich trotz ständiger ärztlicher Überwachung zusehends verschlechtert.

Das Schicksal des thailänidischen Sportteams hatte über Wochen für Schlagzeilen in aller Welt gesorgt: Am 23. Juni 2018 waren die zwölf Jungen und ihr Fußballtrainer bei einem Ausflug in der Tham-Luang-Höhle im Norden Thailands von schweren Regenfällen überrascht worden und hatten sich vor den eindringenden Wassermassen tief in die Höhle flüchten müssen.

Rettung nach 17 Tagen

Erst nach neun Tagen waren sie von Höhlentauchern entdeckt worden. Die Rettung der Eingeschlossenen hatte sich zu einem mehrtägigen Wettlauf mit der Zeit und den einsetzenden Monsun entwickelt - und verlief offenbar noch brenzliger als zunächst bekanntgegeben.

Experten hatten es kaum für möglich gehalten, die Fußballmannschaft und ihren Trainer durch die größtenteils überflutete Höhle in einem mehrstündigen Aufstieg samt mehrerer Tauchgänge nach draußen zu bringen. Doch unter Einsatz von Beruhigungsmitteln und flankiert von Ärzten, die den Zustand der Jungen ständig kontrollierten, konnten nach 17 Tagen alle ans Tageslicht gebracht werden. Die meisten von ihnen überstanden das Drama körperlich weitgehend unversehrt - nur einer der Jungen litt laut Medienberichten an einer leichten Lungenentzündung.

Bereits ein Taucher gestorben

An dem Rettungseinsatz waren Elitesoldaten der thailändischen Marine und Extremtaucher aus aller Welt beteiligt. Bereits damals kam der thailändische Marine-Taucher Saman Gunan ums Leben, während er Sauerstoffflaschen in die Höhle brachte. Zu seinen Ehren wurde in der Nähe des Höhleneingangs eine Statue errichtet.

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Die Rettung der Jugendfußballmannschaft in Thailand

Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus Höhle

Die zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni bei einer Erkundungstour in dem Höhlensystem von plötzlichem Starkregen überrascht worden. Seitdem saßen sie im Inneren der Höhle fest. | Bildquelle: AP

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 28. Dezember 2019 um 16:00 Uhr.

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