Die Jungen einer Fußballmannschaft, die aus einer Höhle befreit wurden | Bildquelle: AFP

Höhlenrettung in Thailand Jungen dürfen wieder nach Hause

Stand: 18.07.2018 15:22 Uhr

Es geht ihnen offenbar gut - und sie spielen schon wieder Fußball: Die zwölf aus einer Höhle in Thailand geretteten Jungen dürfen nach Hause. Vor Journalisten erzählten sie von den dramatischen Tagen.

Gut eine Woche nach ihrer Rettung aus einer thailändischen Höhle dürfen die zwölf Jungen wieder nach Hause. Auch ihr Betreuer muss nicht mehr in der Klinik behandelt werden. In Fußballtrikots verließen die Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und der 25-Jährige das Krankenhaus in Chiang Rai. In einer Pressekonferenz bezeichnete der 14-jährige Adul Sam-on die Rettungsaktion als Wunder. Nach neun Tagen in völliger Dunkelheit "haben wir plötzlich Leute sprechen gehört".

"Es war magisch", sagte er über den Moment, als zwei britische Taucher die Gruppe entdeckte. In den neun Tagen davor hätten sie nur Regenwasser getrunken, das von den Felsen herunterlief, und nichts gegessen, erzählte der 15-jährige Pornchai Khamluan.

Nach Höhlenrettung in Thailand: Jungen berichten von ihrer Verzweiflung
tagesschau 20:00 Uhr, 18.07.2018

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Trainer Ekkapol Chantawong sagte, sie hätten vergeblich versucht, sich einen Weg aus der Höhle zu graben: ""Wir dachten, dass wir nicht einfach auf die Behörden warten können." Das jüngste Mitglied im Team, der 11-jährige Titan, sagte: "Ich hatte keine Kraft mehr. Ich habe versucht, nicht an Essen zu denken, deshalb wurde ich nicht noch hungriger." Einer seiner Freunde sagte: "Ich habe jeden aufgefordert, zu kämpfen und nicht zu verzweifeln."

Jungen der thailändischen Fußballmannschaft, die tagelang in einer Höhle eingeschlossen war | Bildquelle: REUTERS
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Im Krankenhaus wurde extra für die Jungen ein kleines Fußballfeld aufgebaut.

Sie haben sich offenbar gut erholt

Nach Angaben der Ärzte sind alle 13 Geretteten gesund - körperlich und psychisch. Nachdem sie in der Höhle im Schnitt vier Kilogramm abgenommen haben, legten sie in der Klinik wieder drei Kilo zu. Einige mussten wegen kleinerer Infektionen behandelt werden.

Als Beweis dafür, dass es ihnen wieder gut geht, dribbelten die Jungen mit Bällen, Journalisten und Klassenkameraden applaudierten. Tawatchai Thaikaew vom Justizministerium erklärte: "Wir wissen nicht, welche Wunden die Kinder in ihren Herzen haben."

Bei ihrem ersten öffentlichen Auftritt nach ihrer Rettung trugen die Jungen Trikots mit einem aufgedruckten Wildschwein - passend zum Namen ihres Teams. Bis zu dieser Pressekonferenz hatte es nur Aufnahmen direkt aus dem Krankenhaus gegeben, in dem das Team seit der Rettung unter ärztlicher Beobachtung stand. Wegen des großen Interesses der Öffentlichkeit wurde das Team gebeten, Fragen der Journalisten zu beantworten. Die Fragen wurden vorab von Psychologen gesichtet. Die Pressekonferenz wurde von vielen thailändischen Fernsehsendern live übertragen. Dabei wurde auch die Nationalhymne gespielt.

"Alles, was er möchte, bekommt er"

Die zwölf Fußballer und ihr Trainer hatten während der Regenzeit am 23. Juni trotz Warnungen einen Ausflug in die Tham-Luang-Höhle unternommen. Dort wurden sie von rasch steigenden Wassermassen überrascht und eingeschlossen. Neun Tage später wurden sie gefunden, mit Lebensmitteln versorgt und medizinisch betreut. Erst nach 17 Tagen kamen die letzten Jungen frei.

Nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus befinden sich die Kinder nun wieder in der Obhut ihrer Eltern. "Das ist der glücklichste Tag meines Lebens", sagte Khameuy Promthep, die Großmutter des 13-jährigen Dom, dem Kapitän der Fußballmannschaft. "Wir haben sein Zimmer renoviert und Geschenke für ihn gekauft", erzählte Banphot Konkum, ein Onkel des 13-jährigen Duangpetch Promthep. "Was immer er möchte, wir werden es ihm kaufen. So haben wir es ihm ja auch versprochen. Wenn er raus kommt, bekommt er alles, was er will."

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Die Rettung der Jugendfußballmannschaft in Thailand

Rettung einer Jugendfußballmannschaft aus Höhle

Die zwölf Jungen im Alter zwischen elf und 16 Jahren und ihr 25-jähriger Trainer waren am 23. Juni bei einer Erkundungstour in dem Höhlensystem von plötzlichem Starkregen überrascht worden. Seitdem saßen sie im Inneren der Höhle fest. | Bildquelle: AP

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 18. Juli 2018 um 15:00 Uhr.

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