Polizei an der Santa Fe High School | Bildquelle: AP

US-Bundesstaat Texas Zehn Tote bei Schießerei an High School

Stand: 18.05.2018 21:25 Uhr

An einer High School im US-Bundesstaat Texas hat ein Angreifer zehn Menschen getötet und weitere verletzt. Der mutmaßliche Schütze soll ein 17-jähriger Schüler gewesen sein. Die meisten Opfer sind Teenager.

Zehn Menschen, die meisten von ihnen Schüler, sind bei Schüssen in einer US-High School im Bundesstaat Texas getötet worden, zehn weitere wurden verletzt. Das gab Greg Abbott, Gouverneur von Texas, auf einer Pressekonferenz bekannt. Es sei "einer der abscheulichsten Angriffe" gewesen, "die wir jemals in der Geschichte von Schulen in Texas erlebt haben", sagte Abbott.

Gegen 8.00 Uhr Ortszeit marschierte ersten Erkenntnissen zufolge ein bewaffneter Angreifer in die Santa Fe High School in einem Vorort von Houston und eröffnete das Feuer. "Wir haben den Feueralarm gehört", sagte eine Schülerin dem Sender CNN. "Wie wir es gelernt haben, sind wir rausgelaufen, dann hörten wir auf einmal Schüsse und Explosionen und alle Lehrer haben nur gerufen: lauft, lauft!"

Zehn Tote bei Schießerei an Schule in Texas
Stefan Niemann, ARD Washington, 18.05.2018, tagesthemen 21:45 Uhr

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Video einbetten

Nutzungsbedingungen Embedding Tagesschau: Durch Anklicken des Punktes „Einverstanden“ erkennt der Nutzer die vorliegenden AGB an. Damit wird dem Nutzer die Möglichkeit eingeräumt, unentgeltlich und nicht-exklusiv die Nutzung des tagesschau.de Video Players zum Embedding im eigenen Angebot. Der Nutzer erkennt ausdrücklich die freie redaktionelle Verantwortung für die bereitgestellten Inhalte der Tagesschau an und wird diese daher unverändert und in voller Länge nur im Rahmen der beantragten Nutzung verwenden. Der Nutzer darf insbesondere das Logo des NDR und der Tageschau im NDR Video Player nicht verändern. Darüber hinaus bedarf die Nutzung von Logos, Marken oder sonstigen Zeichen des NDR der vorherigen Zustimmung durch den NDR.
Der Nutzer garantiert, dass das überlassene Angebot werbefrei abgespielt bzw. dargestellt wird. Sofern der Nutzer Werbung im Umfeld des Videoplayers im eigenen Online-Auftritt präsentiert, ist diese so zu gestalten, dass zwischen dem NDR Video Player und den Werbeaussagen inhaltlich weder unmittelbar noch mittelbar ein Bezug hergestellt werden kann. Insbesondere ist es nicht gestattet, das überlassene Programmangebot durch Werbung zu unterbrechen oder sonstige online-typische Werbeformen zu verwenden, etwa durch Pre-Roll- oder Post-Roll-Darstellungen, Splitscreen oder Overlay. Der Video Player wird durch den Nutzer unverschlüsselt verfügbar gemacht. Der Nutzer wird von Dritten kein Entgelt für die Nutzung des NDR Video Players erheben. Vom Nutzer eingesetzte Digital Rights Managementsysteme dürfen nicht angewendet werden. Der Nutzer ist für die Einbindung der Inhalte der Tagesschau in seinem Online-Auftritt selbst verantwortlich.
Der Nutzer wird die eventuell notwendigen Rechte von den Verwertungsgesellschaften direkt lizenzieren und stellt den NDR von einer eventuellen Inanspruchnahme durch die Verwertungsgesellschaften bezüglich der Zugänglichmachung im Rahmen des Online-Auftritts frei oder wird dem NDR eventuell entstehende Kosten erstatten
Das Recht zur Widerrufung dieser Nutzungserlaubnis liegt insbesondere dann vor, wenn der Nutzer gegen die Vorgaben dieser AGB verstößt. Unabhängig davon endet die Nutzungsbefugnis für ein Video, wenn es der NDR aus rechtlichen (insbesondere urheber-, medien- oder presserechtlichen) Gründen nicht weiter zur Verbreitung bringen kann. In diesen Fällen wird der NDR das Angebot ohne Vorankündigung offline stellen. Dem Nutzer ist die Nutzung des entsprechenden Angebotes ab diesem Zeitpunkt untersagt. Der NDR kann die vorliegenden AGB nach Vorankündigung jederzeit ändern. Sie werden Bestandteil der Nutzungsbefugnis, wenn der Nutzer den geänderten AGB zustimmt.

Einverstanden

Zum einbetten einfach den HTML-Code kopieren und auf ihrer Seite einfügen.

Der mutmaßliche Schütze, ein 17-jähriger Schüler, sei in Haft, sagte Ed Gonzales, der Sheriff von Harris County. Eine zweite Person sei festgenommen worden - laut Gonzales handelte es sich um eine "Person von Interesse" in dem Fall.

Nach Angaben des Gouverneurs Abbott war der mutmaßliche Schütze mit einem Gewehr und einen Revolver bewaffnet, die dem Vater des Verdächtigen gehört hätten. Der Schütze habe gesagt, er habe ursprünglich vorgehabt, sich selbst zu töten, sich dann aber der Polizei gestellt. "Anders als in Parkland, anders als in Sutherland Springs" habe es bei diesem mutmaßlichen Täter keine Warnzeichen für seinen Plan gegeben, sagte Abbott.

Trauernde Schüler in Texas | Bildquelle: AP
galerie

Trauernde Schüler in Texas.

Mutmaßliche Sprengsätze auf dem Schulgelände

Der Angriff fand am letzten Tag schulinterner Prüfungen statt. Ob dies mit der Tat in Verbindung steht, war zunächst unklar.

Auf dem Schulgelände und außerhalb des Campus fand die Polizei mutmaßliche Sprengsätze. Sicherheitskräfte seien dabei, sie zu entschärfen, teilte die Schulbehörde des Bezirks auf Twitter mit. Die Polizei rief die Bevölkerung dazu auf, wachsam zu bleiben und verdächtige Objekte in Schulnähe den Behörden zu melden.

US-Präsident Donald Trump schrieb in einer ersten Reaktion auf Twitter, es sehe "nicht gut aus". Man trauere um den Verlust von Leben und sende den Betroffenen "Unterstützung und Liebe".

Trump bezeichnete die Tat als "absolut schrecklich". Es müsse künftig sichergestellt werden, dass Schusswaffen nicht in die Hände derer geraten, die eine Bedrohung darstellen.

Mehr als 20 Schießereien in Schulen seit Jahresbeginn

Tote und Verletzte durch Schusswaffen sind an US-High-Schools keine Seltenheit. Allein in diesem Jahr gab es bereits mehr als 20 Schießereien an Schulen.

Nach dem Schulmassaker von Parkland, bei dem im Februar 17 Menschen starben, protestierten landesweit Tausende Schüler für eine Verschärfung der Waffengesetze. Der US-Präsident kündigte umfangreiche Veränderungen an. Umgesetzt wurde am Ende so gut wie nichts.

David Hogg, einer der Parkland-Überlebenden, schrieb nach dem aktuellen Amoklauf auf Twitter: "Macht Euch bereit für zwei Wochen Berichterstattung in den Medien über Politiker, die so tun, als ob sie sich Gedanken machen. Tatsächlich wollen sie aber nur ihre Zustimmungswerte für die nächsten Wahlen hochtreiben."

Trump hatte erst vor wenigen Wochen der Waffenlobby NRA seine Unterstützung zugesichert. "Eure Rechte aus dem zweiten Verfassungszusatz stehen unter Beschuss, aber sie werden niemals unter Beschuss stehen, solange ich Euer Präsident bin", hatte Trump auf der Jahresversammlung der NRA in Dallas erklärt.

Zehn Tote nach Schießerei an High School, mutmaßlicher Täter angeklagt
Martina Buttler, ARD Washington
18.05.2018 22:03 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 18. Mai 2018 um 18:00 Uhr.

Darstellung: