Rettungskräfte suchen an der Abstuzstelle nach Überlebenden. | Bildquelle: via REUTERS

Hubschrauberabsturz Taiwans Armeechef tödlich verunglückt

Stand: 02.01.2020 09:44 Uhr

Bereits wenige Minuten nach dem Start musste der "Black Hawk"-Hubschrauber notlanden. Acht Passagiere wurden getötet - auch Generalstabschef Shen, der die Verteidigung Taiwans koordinierte.

Auf dem Flug zu einem Truppenbesuch im Osten Taiwans sind Generalstabschef Shen Yi-ming und sieben weitere Armeeangehörige getötet worden. Fünf Passagiere überlebten und wurden in Krankenhäuser gebracht, wie das Verteidigungsministerium mitteilte.

Demnach musste der "Black Hawk"-Hubschrauber etwa zehn Minuten nach dem Start in einer bergigen Region notlanden. Das Ministerium kündigte eine Unfalluntersuchung an.

Präsidentin setzt Wahlkampf aus

Der Tod Shens trifft die Inselnation doppelt: Der 62-jährige General war verantwortlich für die Verteidigung Taiwans, das von China als abtrünnige Provinz betrachtet wird, die notfalls mit militärischer Gewalt angegliedert werden könne. Als ehemaliger stellvertretender Verteidigungsminister und langjähriger Stabsoffizier verfügte er über viel militärische Erfahrung.

Außerdem findet in rund einer Woche die Präsidentschaftswahl in Taiwan statt. Präsidentin Tsai Ing-wen sagte für die kommenden drei Tage alle Wahlkampfveranstaltungen ab. Als Oberbefehlshaberin wolle sie sich gemeinsam mit ihrem Kabinett um die Aufklärung des Unglücks bemühen, teilte ihr Büro mit.

Luftwaffengeneral Shen Yi-ming | Bildquelle: dpa
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Shen Yi-ming wurde bei der Notlandung getötet.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 02. Januar 2020 um 09:15 Uhr.

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