Zerstörte Häuser nach Taifun Kammuri auf den Philippinen | Bildquelle: BASILIO SEPE HANDOUT/EPA-EFE/REX

Schäden auf den Philippinen Flucht vor "Kammuri"

Stand: 03.12.2019 11:15 Uhr

Mehr als 225.000 Menschen mussten wegen Taifun "Kammuri" auf den Philippinen ihre Häuser verlassen. Der Sturm sorgte für Überschwemmungen und Stromausfälle. Mehrere Menschen sind gestorben.

Auf den Philippinen hat der Taifun "Kammuri" für Stromausfälle und Überschwemmungen gesorgt. Mit heftigen Regenfällen traf er zuerst den Osten des Landes. Der Sturm riss Dächer von Häusern und überflutete tiefgelegene Dörfer. Mehr als 225.000 Menschen mussten aus Angst vor Überschwemmungen und Erdrutschen ihre Häuser verlassen.

Nach Angaben der örtlichen Behörden kamen mehrere Menschen ums Leben. Auf der Insel Mindoro sei ein Mann von einem Baum erschlagen worden, ein anderer von einem umherfliegenden Stück Holz, ein weiterer von einem herunterfallenden Blech. Noch vor der Ankunft des Sturms sei ein 33-jähriger Mann durch einen Stromschlag gestorben, als er versuchte, sein Dach zu sichern.

Der Sturm erreichte auf seinem Weg in Richtung Westen den Angaben des Wetterdienstes zufolge Geschwindigkeiten bis zu 155 Kilometer pro Stunde. Einzelne Böen hatten Windgeschwindigkeiten von bis zu 235 km/h.

Warnungen für Dutzende Provinzen

Der Flughafen der Hauptstadt Manila blieb aus Sicherheitsgründen vorübergehend geschlossen. Rund 500 Flüge im Land wurden gestrichen. Passagiere wurden aufgefordert, gar nicht erst zum Flughafen zu kommen. An den Schulen fiel der Unterricht aus.

An mehreren Häfen saßen nach Behördenangaben mehr als 7000 Menschen fest, da Fähren wegen der stürmischen See nicht aufs Meer durften. Die Behörden sprachen für Dutzende Provinzen Warnungen aus.

20. Wirbelsturm in diesem Jahr

"Kammuri", der auf den Philippinen auch "Tisoy" genannt wird, ist laut der Wetterbehörde bereits der 20. tropische Wirbelsturm, der das Land in diesem Jahr heimsucht. Meteorologen erwarten, dass er bis Freitag an dem Inselstaat vorbeigezogen ist.

Erst Anfang November riss Taifun "Nakri" vier Menschen in den Tod, unter ihnen zwei Kinder. Einer der stärksten Taifune, "Haiyan", traf den Inselstaat im Jahr 2013. Mehr als 6000 Menschen kamen ums Leben, rund vier Millionen verloren ihr Zuhause.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Dezember 2019 um 09:00 Uhr.

Darstellung: