Soldaten geleiten eine Familie durch den Sturm. | Bildquelle: AFP

Taifun über den Philippinen Erdrutsche und weitere Tote

Stand: 16.09.2018 05:35 Uhr

Die Zahl der Todesopfer durch den Supertaifun "Mangkhut" auf den Philippinen hat sich deutlich erhöht - die Behörden sprechen von mindestens 25 Toten. Unterdessen erreichen Ausläufer des Taifuns China.

Durch den Supertaifun "Mangkhut" sind auf den Philippinen nach Angaben des Katastrophenschutzes mindestens 25 Menschen ums Leben gekommen. Wie die Behörden mitteilten, starben die meisten Menschen durch Erdrutsche in der Region Cordillera, die durch den Sturm und die mit ihm einhergehenden heftigen Regenfälle ausgelöst wurden.

Der Sturm war mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Stundenkilometern über die Nordspitze des südostasiatischen Landes hinweggezogen und hatte eine Schneise der Verwüstung gezogen.

Taifun "Mangkhut" trifft den Norden der Philippinen
tagesthemen 23:15 Uhr, 15.09.2018, Sandra Ratzow, ARD Singapur

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Eine trübe, graue Suppe

"Mangkhut" entwurzelte Bäume, deckte Dächer ab, und es gab Stromausfälle, von denen mehr als vier Millionen Menschen betroffen waren.

Die Luft an der Küste war eine einzige trübe, graue Suppe aus Gischt, das Meer aufgepeitscht mit bis zu zehn Meter hohen Wellen. Sintflutartiger Regen weichte den Boden auf, Erdhänge rutschten ab.

Mehr als 15.000 Menschen aus besonders betroffenen Gebieten wurden in Notunterkünfte gebracht. Fischer hatten ihre Boote an Land gezogen und vertäut, Dorfbewohner die Dächer ihrer Häuser mit Steinen beschwert und Seilen befestigt; dennoch riss der Sturm ganze Hütten mit sich, aus denen die Bebauung hier zum großen Teil besteht.

Berichte aus betroffenen Regionen erreichten die Behörden nur schleppend, Rettungskräfte konnten viele Gebiete noch nicht erreichen.

Höchste Taifun-Alarmstufe für China

Unterdessen erreichten erste Ausläufer des Taifuns China. Das nationale Wetteramt gab die höchste Taifun-Alarmstufe aus und warnte davor, dass "Mangkhut" der bisher stärkste Taifun werden könnte, der in diesem Jahr auf die chinesische Küste trifft.

Der Wirbelsturm wird voraussichtlich am Nachmittag oder Abend mit voller Wucht die Südküste erreichen. Zehntausende Menschen wurden in Sicherheit gebracht und Schiffe zurück in die Häfen beordert. Auch die Millionenmetropole Hongkong bereitete auf den kompletten Stillstand vor und rief die höchste Taifun-Warnstufe der Stadt aus.

Fernsehsender zeigten Bilder von starken Regenfällen, die sich über der Stadt entluden.  Hunderte Flüge wurden gestrichen, der Nahverkehr eingeschränkt und Bewohner aus tief liegenden Gebieten in Sicherheit gebracht. Das Wetteramt warnte vor Sturmfluten und Überschwemmungen, die noch schwerere Verwüstungen anrichten könnten als Taifun "Hato" im vergangenen Jahr, für den Hongkong zuletzt die höchste Warnstufe ausgegeben hatte.  

Taifun "Mangkhut" zerstörte Häuser, Straßen und Brücken
tagesschau 09:50 Uhr, 15.09.2018

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Tropensturm "Mangkhut" rast über die Philippinen
Holger Senzel, ARD Singapur
15.09.2018 11:46 Uhr

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Mit Informationen von Holger Senzel, ARD-Studio Singapur

Über dieses Thema berichteten am 15. September 2018 Deutschlandfunk um 08:38 Uhr, Inforadio um 09:28 Uhr, die tagesschau um 09:50 Uhr und tagesschau24 um 10:00 Uhr.

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