Eine Frau schiebt ein Fahrrad durch die Fluten, die Taifun "Lekima" in der Stadt Wenling hinterlassen hat. | Bildquelle: picture alliance / Xinhua News A

Taifun über China Tote bei Erdrutsch durch "Lekima"

Stand: 10.08.2019 18:35 Uhr

Der Taifun "Lekima" hat an Chinas Ostküste einen schweren Erdrutsch ausgelöst. Mindestens 22 Menschen kamen ums Leben, viele weitere werden vermisst. Shanghai wappnet sich für die Ausläufer des Sturms.

Bei einem Erdrutsch in Wenzhou an der Ostküste Chinas sind nach Angaben chinesischer Staatsmedien mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen. Zehn weitere Menschen wurden vermisst. Ausgelöst hatten den Erdrutsch schwere Regengüsse durch Taifun "Lekima", der derzeit an der chinesischen Ostküste wütet.

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 187 Kilometern pro Stunde war der Sturm bei der Stadt Wenling auf Land getroffen. Er entwurzelte Tausende Bäume und brachte heftige Regenfälle mit sich. Die Behörden warnen vor Sturzfluten und Schlammlawinen.

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua kam es bei Wenzhou wegen der starken Regenfälle zu einem Erdrutsch, der einen Fluss anstaute, wodurch ein künstlicher See entstand. Als dieser brach, entluden sich die Wassermassen im Dorf Yantan.

Eine hohe Welle rollt auf zwei Wohnhäuser in Taizhou in der östlichen Zhejiang-Provinz in China zu. | Bildquelle: AFP
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Eine hohe Welle rollt auf zwei Wohnhäuser in Taizhou in der östlichen Zhejiang-Provinz in China zu.

Mehr als eine Million Menschen verlassen ihre Häuser

Mehr als 700.000 Menschen aus der Provinz Zhejiang waren vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, insgesamt mussten mehr als eine Million Menschen ihre Häuser verlassen. Fast 300 Flüge in der gesamten Provinz wurden gestrichen.

Von Wenling aus wird der Sturm sich weiter nach Norden bewegen und auch den Millionenstädten Hangzhou und Shanghai schwere Regenfälle und Überschwemmungen bescheren. Außerdem betroffen sind Meteorologen zufolge vor allem die Provinzen Zhejiang, Fujian, Jiangsu und Anhui.

In der Wirtschaftsmetropole Shanghai wurden bereits vorsorglich zahlreiche Sehenswürdigkeiten und Parks geschlossen sowie etliche Schnellzugverbindungen eingestellt.

Taifun "Lekima" erreicht Chinas Ostküste
tagesschau 12:55 Uhr, 10.08.2019

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Mindestens ein Toter und Verletzte in Japan und Taiwan

Zuvor hatte der Taifun bereits in Japan und Taiwan gewütet. In Nordtaiwan waren zeitweise mehr als 3000 Haushalte ohne Strom, ein 64-jähriger Mann kam beim Baumfällen ums Leben. Neun weitere Menschen wurden verletzt.

In Japan wurden mindestens vier Menschen in der Präfektur Okinawa in Zusammenhang mit "Lekima" verletzt, wie lokale Medien berichteten. "Lekima" ist der neunte Taifun in der Region in diesem Jahr.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 10. August 2019 um 11:00 Uhr.

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