Schlammbedeckte Straßen und umgeworfene Autos nach dem Taifun "Hagibis" in der japanischen Nagano-Präfektur. | Bildquelle: AFP

Nach Taifun in Japan Bergungskräfte finden weitere Opfer

Stand: 14.10.2019 08:45 Uhr

Zwei Tage nach Taifun "Hagibis" in Japan setzen die Bergungskräfte ihren Einsatz in den Überflutungsgebieten fort. Nach letztem Stand gibt es 36 Tote. Zehntausende Haushalte sind weiter ohne Strom.

Auf der Suche nach Vermissten durchforsten die Bergungskräfte in Japan weiter die Überflutungsgebiete. Die Zahl der Todesopfer durch den Taifun "Hagibis" stieg nach jüngsten Angaben auf 36. Zudem würden noch 17 Menschen vermisst, berichteten japanische Medien.

Der ungewöhnlich starke Wirbelsturm war am Wochenende über Teile des Landes hinweggefegt und hatte eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 180 Bewohner wurden den Einsatzkräften zufolge verletzt.

Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und überschwemmten ganze Wohngebiete. In einigen Regionen gab es Rekordmengen an Niederschlag: Im beliebten Thermalbadeort Hakone in den Bergen westlich von Tokio gingen innerhalb von 24 Stunden fast 94 Zentimeter Regen nieder. In der mit am schwersten betroffenen Provinz Nagano lösten die Niederschläge heftige Erdrutsche aus.

In der Präfektur Nagano sind nach dem Taifun "Hagibis" immer noch große Teile von Städten und Dörfern überschwemmt. | Bildquelle: AP
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In der Präfektur Nagano sind nach dem Taifun "Hagibis" immer noch große Teile von Städten und Dörfern überschwemmt.

Zehntausende Haushalte ohne Strom

Zwischenzeitlich fiel in etwa 425.000 Haushalten der Strom aus. Am heutigen Feiertag waren nach Angaben der Regierung immer noch mehr als 90.000 Haushalte betroffen.

Das Schlammwasser auf einigen Straßen, Feldern und in Wohngebieten ist inzwischen zwar zurückgegangen. Viele Ort sind allerdings noch überschwemmt. Behörden warnten zudem vor neuen Erdrutschen, da für die Gegend weiterer Regen vorhergesagt ist.

Japan kämpft mit den Folgen des Sturms
Kathrin Erdmann, ARD Tokio
14.10.2019 11:07 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 14. Oktober 2019 um 09:00 Uhr.

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