Demonstranten in Syrien | Bildquelle: AFP

Krieg in Syrien Der Widerstand gegen Assad bleibt

Stand: 30.12.2016 19:12 Uhr

Seit in Syrien die Waffenruhe gilt, erheben sich in den Aufständischengebieten Proteste gegen Präsident Assad. Viele fürchten zudem, dass Syrien in den Verhandlungen Russlands, Irans und der Türkei nur Spielball fremder Interessen ist.

Von Jürgen Stryjak, ARD-Studio Kairo

Man konnte es so auch schon bei anderen Feuerpausen erleben: Kaum war der Gefechtslärm verstummt, kaum waren die russischen Kampfjets und die Hubschrauber des Regimes mit ihren Fassbomben vom Himmel verschwunden, da gingen in etlichen Orten Syriens wieder Menschen gegen Präsident Bashar al-Assad auf die Straße - so zum Beispiel heute in der Provinz Idlib und im Umland von Damaskus, aber auch in der Kleinstadt Atarib, 30 Kilometer Luftlinie westlich von Aleppo.

"Bashar, verschwinde!" rufen die Demonstranten im Chor und immer wieder das Wort "Freiheit". Die Proteste finden natürlich ausnahmslos in Gebieten statt, die nicht von der Regierung kontrolliert werden.

Wie viele Menschen dort leben, kann nur schwer geschätzt werden. Bevor Aufständische und Zivilisten vor gut einer Woche aus Ost-Aleppo vertrieben wurden, sollen sich im ganzen Land den Vereinten Nationen zufolge noch rund 900.000 Menschen allein in Gebieten aufgehalten haben, die direkt von regierungstreuen Truppen belagert werden. In anderen Schätzungen ist von bis zu 1,3 Millionen Menschen die Rede.

Hält die Waffenruhe in Syrien?
tagesthemen 22:00 Uhr, 30.12.2016, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Kein Zurück zum Assad-Regime

Das sind Aufständische, ihre Familien, ihre Anhänger sowie Zivilisten, die vielleicht zu müde oder zu arm zur Flucht waren. Aber oft auch Leute, die sich bewusst entschieden hatten, nicht in ein Gebiet zu fliehen, das von Assad beherrscht wird. Sie haben zivile Selbstverwaltungen aufgebaut, manchmal sogar Ansätze einer basisdemokratischen Ordnung. Zurück zum Anfang, zurück zu den repressiven Verhältnissen unter Assad - das ist für viele dort keine Option.

So mancher Syrer, der in die jordanische Hauptstadt Amman flüchtete, sieht das ähnlich, wie Ahmed al-Sagga: "Ich hoffe, dass die Waffenruhe schließlich zum Ende des Regimes führt und dass die Hoffnungen des syrischen Volkes erfüllt werden. Das Regime ist verantwortlich für das, was in Syrien passiert. So lange es an der Macht ist, wird sich nichts ändern."

Alexander Stenzel, ARD Kairo, mit Informationen zur Waffenruhe in Syrien
tagesschau24 11:00 Uhr, 30.12.2016

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Spielball ausländischer Mächte

Das alles macht deutlich, dass mit der Niederlage der Aufständischen und mit dem Sieg Assads und seiner Verbündeten keine einzige jener politischen Ursachen beseitigt sein wird, die zum Ausbruch des Aufstandes 2011 geführt hatten. 

Dass Russland, die Türkei und der Iran jetzt gewissermaßen unter sich eine Konfliktlösung aushandeln und Syrien vielleicht sogar in Einflussbereiche aufteilen, verstärkt den Eindruck, dass das Land ein Spielball ausländischer Mächte ist.

Er sei nicht optimistisch, sagt Ahmed al-Ameen, der vor dem Krieg ebenfalls nach Jordanien floh. Aber er hoffe, dass mit der Waffenruhe wenigstens das Blutvergießen ein Ende hat. Immer wieder seien Feuerpausen gescheitert, weil das Ausland kein Interesse an ihrem Erfolg gehabt habe. Das syrische Volk sei zum Opfer einer internationalen Verschwörung geworden.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 30. Dezember 2016 um 17:00 Uhr und die tagesthemen am 29. Dezember 2016 um 23:50 Uhr.

Korrespondent

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Jürgen Stryjak, SWR

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