Syrien-Krieg

Feuerpause hält offenbar

Stand: 09.07.2017 12:29 Uhr

Die Feuerpause in Teilen von Syrien hält laut Beobachtern. Bei ihrem ersten Aufeinandertreffen hatten Trump und Putin die Waffenruhe verkündet. Von einer Lösung ist das Bürgerkriegsland aber noch weit entfernt.

Im Südwesten Syriens hat eine von Russland und den USA angekündigte Waffenruhe begonnen. Nach ersten Angaben hält die um 11 Uhr deutscher Zeit gestartete Feuerpause. Das berichten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und Rebellengruppen.

Betroffen sind die Provinzen Daraa, Kunaitra und - nach russischen Angaben - auch Sweida an der jordanischen Grenze. Schon in den Stunden vor Beginn der Feuerpause war es in der umkämpften Region vergleichsweise ruhig geblieben.

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Waffenruhe im Südwesten Syriens in Kraft getreten

tagesschau 20:00 Uhr, 09.07.2017, Stefan Maier, ARD Kairo

Wer überwacht die Feuerpause?

Die Feuerpause war bei Verhandlungen der beiden Staaten und des Königreichs Jordanien in der jordanischen Hauptstadt Amman vereinbart worden. Verkündet hatten sie US-Präsident Donald Trump und Russlands Staatsoberhaupt Wladimir Putin am Freitag am Rande des G20-Gipfels in Hamburg nach ihrem ersten persönlichen Treffen.

Teilweise gehört die Region im Süden Syriens bereits jetzt zu einer sogenannten Sicherheitszone, die von Russland, dem Iran und der Türkei ausgehandelt worden war. In der Praxis wurde diese Vereinbarung nicht immer strikt durchgesetzt.

Von einem Durchbruch zu einem dauerhaften Frieden ist Syrien auch mit dieser neuen Feuerpause aber noch weit entfernt. Sie wird mehr als Zwischenschritt für eine umfassende Waffenruhe für die Region gesehen, in der die Gewalt seit Februar stetig zugenommen hatte.

Die Überwachung der Waffenruhe ist noch nicht genau geklärt.