Zivilisten und Zivilschutzarbeiter neben einem Gebäude in Hobeit bei Idlib, das durch einen Luftangriff der syrischen Regierung zerstört wurde | Bildquelle: Uncredited/Syrian Civil Defense White Helmets/AP/dpa

Syrische Provinz Armee setzt Angriffe auf Idlib fort

Stand: 09.09.2018 20:51 Uhr

Die syrische Armee hat wieder Angriffe auf die Provinz Idlib geflogen. Dabei sollen erneut Fassbomben zum Einsatz gekommen sein. Aus Militärkreisen verlautete, dass die Großoffensive aber noch nicht gestartet sei.

Russische und syrische Kampfflugzeuge haben auch am Sonntag ihre schweren Luftangriffe gegen Ziele in der syrischen Provinz Idlib fortgesetzt. Dabei seien ein Krankenhaus getroffen und ein Kleinkind getötet worden, teilten Beobachter und Retter mit. Laut Augenzeugen sollen syrische Armee-Hubschrauber auch Fassbomben auf Dörfer im Süden der von Aufständischen gehaltenen Region abgeworfen haben. Nach Darstellung von Rebellen griffen russische Flugzeuge Ziele in den Orten Latamne und Kafr Seita an. Größere Städte wurden bisher nicht bombardiert.

Angriffe auf Idlib
tagesschau 20:00 Uhr, 09.09.2018, Alexander Stenzel, ARD Kairo

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Nach ARD-Informationen hat damit die Großoffensive der syrischen Armee und ihrer Verbündeten aber noch nicht begonnen. Das russische Militär hatte angekündigt, dass diese frühestens am Montag beginnen könnte.

Die USA warnten noch einmal vor einem Einsatz von Chemiewaffen. Für den Fall arbeite die US-Armee an militärischen Optionen, sagte Generalstabschef Joseph Dunford am Samstag auf einer Indien-Reise vor Journalisten.

Syrische Armee bestreitet Einsatz von Fassbomben

Am Freitag waren Bemühungen der Türkei um eine Waffenruhe gescheitert. Daraufhin setzten syrische Regierungstruppen gemeinsam mit Verbündeten ihre Angriffe auf Rebellen in der Region Idlib fort. Bereits am Samstag hatten Augenzeugen und Rettungskräfte vom Einsatz der international geächteten Fassbomben berichtet. Dabei handelt es sich um mit Sprengstoff und Schrapnells gefüllte Behälter. Die syrische Armee bestreitet den Einsatz. Experten der Vereinten Nationen haben dafür wiederholt Belege vorgelegt.

Russland und der Iran unterstützen die Armee von Präsident Baschar al-Assad. Nach sieben Jahren Bürgerkrieg ist Idlib der letzte große Rückzugsort der Rebellen. Die Vereinten Nationen schätzen, dass sich dort etwa 10.000 Kämpfer verschanzt haben. Die meisten haben sich radikal-islamistischen Gruppen angeschlossen.

In der Region leben insgesamt etwa drei Millionen Menschen. Die Vereinten Nationen fürchten, dass die Offensive der syrischen Armee Millionen Menschen in die Flucht treibt, die meisten über die nahe Grenze zur Türkei.

André Bank, GIGA Institut für Nahost-Studien, zur Lage in syrischer Provinz Idlib
tagesschau24 11:00 Uhr, 10.09.2018

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Erneuter US-Schlag bei C-Waffen-Einsatz?

US-Generalstabschef Dunford sagte, Präsident Donald Trump erwarte, dass das US-Militär Optionen vorbereite. Trump hatte zwei Mal - im April 2017 und im April 2018 - syrische Einrichtungen bombardieren lassen, weil die USA überzeugt waren, dass das Assad-Regime Chemiewaffen eingesetzt hat.

Dunford sagte, er wisse nicht, ob irgendetwas die Offensive auf Idlib noch abwenden könne. Auch Frankreich hat die Regierung in Damaskus vor dem Einsatz von C-Waffen gewarnt. Nach US-Angaben liegen zahlreiche Hinweise vor, dass syrische Truppen einen C-Waffen-Einsatz vorbereiten.

Luftangriffe auf Idlib, aber noch keine Großoffensive
Carsten Kühntopp, ARD Kairo
10.09.2018 07:08 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. September 2018 um 20:00 Uhr.

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