Syrien mit Damaskus

Luftwaffenbasis in Syrien Aktivisten melden über 30 Tote bei Explosion

Stand: 03.08.2019 18:52 Uhr

Bei einer Explosion auf einem syrischen Militärflughafen sollen bis zu 31 Menschen gestorben sein. Ursache sei ein "technischer Defekt" beim Munitionstransport, berichtet eine staatliche Agentur.

Auf einem Militärflughafen im Zentrum Syriens sind bei Explosionen mindestens 31 Regierungsanhänger ums Leben gekommen. Das berichtet die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Zu den Opfern in Al-Schairat nahe der Stadt Homs zählten Soldaten der Armee sowie verbündete Kämpfer. Da es zahlreiche Verletzte gebe und einige von ihnen in Lebensgefahr schwebten, drohe die Opferbilanz weiter zu steigen, sagte der Leiter Rami Abdel Rahman.

Die Luftwaffenbasis liegt in Nachbarschaft zu Idlib

Die amtliche syrische Nachrichtenagentur Sana berichtete, die Explosion sei auf einen "technischen Fehler während des Transports ausgemusterter Munition" zurückzuführen. Dabei habe es "mehrere Tote" gegeben.

Die Menschenrechtler wollten einen Angriff nicht ausschließen. Al-Schairat gilt als einer der wichtigsten Militärstützpunkte Syriens. Die Basis liegt südöstlich des letzten großen syrischen Rebellengebiets um die Stadt Idlib, wo seit Donnerstagabend eine neue Waffenruhe gilt. Das US-Militär hatte die Luftwaffenbasis 2017 beschossen. Es reagierte damals auf einen Giftgasangriff mit Dutzenden Toten auf die Stadt Chan Schaichun, für den UN-Experten die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad verantwortlich machten.

Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte

Die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte (Syrian Observatory for Human Rights, SOHR) sitzt in Großbritannien und will Menschenrechtsverletzungen in Syrien dokumentieren. Sie bezeichnet sich als unabhängig. Die Informationen der Beobachtungsstelle lassen sich nicht unabhängig überprüfen.  

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 03. August 2019 um 19:00 Uhr.

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