Russischer Militärflughafen in Syrien (Archivbild: April 2018) | Bildquelle: picture alliance / Marina Lystse

Unter Beschuss Airbus muss in Syrien notlanden

Stand: 07.02.2020 08:17 Uhr

In Syrien ist nach russischen Angaben eine Passagiermaschine notgelandet, die in das Feuer der syrischen Flugabwehr geraten war. Russland wirft Israel vor, den Airbus als Schutzschild missbraucht zu haben.

Ein Airbus A 320 mit 172 Passagieren an Bord ist nach Angaben aus Moskau auf dem russisch kontrollierten Luftwaffenstützpunkt Hmeimim in Syrien notgelandet. Der Passagierjet soll beinahe von der syrischen Flugabwehr getroffen worden sein.

Die Schüsse sollen israelischen Kampfflugzeugen gegolten haben, die Ziele in den Vororten von Damaskus angegriffen haben sollen. Dabei seien die vier F-16-Jets aber nicht in den syrischen Luftraum eingedrungen.

Russland: Israel missbraucht Zivilmaschinen

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, warf Russland Israel vor, die zivile Passagiermaschine als Schutzschild gegen syrische Flugabwehrsysteme missbraucht zu haben. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sagte, Israel nehme dabei zivile Opfer in Kauf. Russland hat Israel schon mehrfach vorgeworfen, bei Angriffen auf Syrien auf diese Weise vorzugehen.

Der Airbus sei auf dem Weg von Teheran nach Damaskus gewesen. Welcher Fluglinie er angehört, ist nicht bekannt. Im Januar hatte die iranische Flugabwehr versehentlich eine ukrainische Passagiermaschine über der Hauptstadt Teheran abgeschossen. Dabei waren 176 Menschen ums Leben gekommen.

Über dieses Thema berichtete NDR Info am 07. Februar 2020 um 09:45 Uhr.

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