Der russische Lenkwaffenkreuzer ''Moskwa'' | Bildquelle: picture alliance / dpa

Angriff auf Terrormiliz Russland beschießt IS bei Palmyra

Stand: 31.05.2017 10:58 Uhr

Mit Marschflugkörpern hat Russland den "Islamischen Staat" bei Palmyra beschossen. Dabei sollen schwere Waffen und Kämpfer der Terrormiliz getroffen worden sein. Der IS ist in seinem Rückzugsort Rakka unter Druck und soll sich nach Palmyra zurückgezogen haben.

Russische Kriegsschiffe im Mittelmeer haben vier Marschflugkörper auf Stellungen der Terrormiliz "Islamischer Staat" in Syrien abgefeuert. Dies gaben die russischen Streitkräfte bekannt. Die Fregatte "Admiral Essen" und das U-Boot "Krasnodar" hätten mit den Raketen IS-Ziele im Raum Palmyra beschossen, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau.

Die Streitkräfte der USA, der Türkei und Israels seien vorab über den bevorstehenden Angriff informiert worden, teilte Russland mit. Getroffen worden seien schwere Waffen und Kämpfer, die die Terrormiliz von ihrer Hochburg Rakka nach Palmyra verlegt habe, teilte das russische Verteidigungsministerium mit.

Mit Hilfe russischer Luftunterstützung hatten syrische Truppen Palmyra im März 2016 vom IS zurückerobert. Acht Monate später nahm der IS die Stadt und ihre antiken Stätten wieder ein, im März dieses Jahres wurde er von syrischen Regierungstruppen erneut vertrieben. Die Kämpfe um Palmyra dauern an.

IS in Rakka unter Druck

Am Dienstag stießen von Kurden angeführte Kräfte rund drei Kilometer weit auf das umkämpfte Rakka vor - das könnte zur Verlegung der IS-Kräfte nach Palmyra geführt haben. Die Kurden werden auch mit Waffen aus den USA unterstützt. Die Amerikaner starteten mit der ersten Auslieferung von Handfeuerwaffen und Munition an kurdische Kämpfer. Die Unterstützung der Kurden durch die USA wird vor allem von der Türkei skeptisch gesehen. Washington sieht die Kurden als effektive Kräfte gegen die Extremisten, für die Türkei stellen sie den verlängerten Arm der in der Türkei verbotenen Kurdenpartei PKK dar.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 31. Mai 2017 um 05:00 Uhr

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