Frauen und Kinder warten im Südsudan vor einer Essensausgabe der Vereinten Nationen. | Bildquelle: REUTERS

Südsudan Hunderttausenden Kindern droht Hungertod

Stand: 26.06.2019 14:11 Uhr

Im Südsudan sind zu Beginn der Sommermonate bis zu sieben Millionen Menschen vom Hunger bedroht. Das ist mehr als die Hälfte der Bevölkerung. Besonders betroffen sind die Kinder in dem ostafrikanischen Land.

Die Vereinten Nationen haben vor einer Zunahme der Hungerkrise im Südsudan gewarnt. Hunderttausenden Kindern in dem Bürgerkriegsland drohe der Hungertod, erklärte das Hilfswerk UNICEF. Mehr als eine Million Jungen und Mädchen im Südsudan seien akut unterernährt.

Der UN-Sicherheitsrat setzte den Konfliktparteien eine Frist bis Ende Juni, um die Kämpfe zu beenden. Ansonsten drohten den Konfliktparteien ein Waffenembargo und Sanktionen gegen sechs Anführer, heißt es in der mit knapper Mehrheit beschlossenen Resolution des UN-Gremiums. Damit reagiert der Sicherheitsrat auf den wiederholten Bruch der im Dezember vereinbarten Waffenruhe im Südsudan. Die USA, die die Resolution eingebracht hatten, haben bereits ein Waffenembargo gegen die ostafrikanische Nation verhängt.

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Im Südsudan herrscht seit 2013 Bürgerkrieg. Der Konflikt brach zwei Jahre nach der Unabhängigkeit des Landes vom Sudan aus.

Mehr als sieben Millionen Menschen in Hungergefahr

Das Welternährungsprogramm (WFP) betonte, dass mehr als sieben Millionen Menschen - über die Hälfte der Bevölkerung des Südsudans - auf Nahrungsmittel-Zuteilungen angewiesen seien. Das WFP rief die Staatengemeinschaft zu mehr Hilfe auf. Bislang seien erst 37 Prozent der für den Südsudan dringend benötigten Summe von 354 Millionen US-Dollar (303 Millionen Euro) eingetroffen. Mit dem Geld will das WFP die Nahrungsmittelhilfe von Juni bis November finanzieren. Fast die gesamte Bevölkerung im Land ist auf humanitäre Hilfe angewiesen.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 29. Mai 2018 um 09:00 Uhr.

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