Rauch über einem Hochhaus in der südkoreanischen Stadt Uslan. | JEON HEON-KYUN/EPA-EFE/Shutterst

Südkorea Fast 90 Verletzte bei Hochhausbrand

Stand: 09.10.2020 10:01 Uhr

In der südkoreanischen Küstenstadt Ulsan ist in der Nacht ein Feuer in einem Hochhaus ausgebrochen. Zahlreiche Menschen wurden verletzt. Nach Angaben der Feuerwehr ist der Brand inzwischen vollständig unter Kontrolle.

Nach 14 Stunden konnte die Feuerwehr den Brand in einem Hochhaus in der südkoreanischen Industrie- und Hafenstadt Ulsan unter Kontrolle bringen. Das Feuer in dem 33-stöckigen Gebäude war in der Nacht ausgebrochen. Die Löscharbeiten waren wegen starker Winde erschwert worden. Zeitweise stand eine ganze Seite des Hochhauses in Flammen.

88 Menschen wurden nach Angaben der Rettungskräfte bis zum frühen Morgen in ein Krankenhaus gebracht. Offenbar wurde aber niemand schwer verletzt. Die meisten von ihnen hatten Rauch eingeatmet. Wie viele Menschen sich zum Zeitpunkt des Unglücks in dem Gebäude befanden, ist nicht bekannt. Der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge wohnten dort mehr als 380 Menschen. Berichte über Tote oder Vermisste gibt es nicht.

Viele ungeklärte Fragen

Es wurde angenommen, dass das Feuer zwischen dem achten und zwölften Stock ausgebrochen war und sich dann schnell nach oben ausbreitete. Die genaue Ursache ist aber noch ungeklärt. Bilder zeigten, wie große Betonbrocken auf die Straße stürzten. Ob dadurch Einsturzgefahr bestand, ist ebenfalls unklar. Etwa 50 Menschen hatte sich den Berichten zufolge in den oberen Teil oder auf das Dach des Gebäudes geflüchtet, um sich zu retten.

Flammen schlagen aus einem Hochhaus im südkoreanischen Ulsan. | dpa

Die oberen Stockwerke des "Samwhan Art Nouveau"-Hochhauses standen zeitweise lichterloh in Flammen. Bild: dpa

Das Feuer sei plötzlich da gewesen, zitierte Yonhap einen Bewohner. "Die Fenster zerbrachen und das Wohn- und Badezimmer stand in Flammen." Er sei sofort losgerannt, als er die Nachricht von dem Feuer erhalten habe, sagte ein Ladeninhaber im unteren Teil des Hauses.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 09. Oktober 2020 um 09:00 Uhr.